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Lokalsport TuS Bergen steht mit leeren Händen da
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16:12 05.12.2011
Celle Stadt

Trotz der mit Abstand besten Leistung seit Wochen stehen die Berger wieder mit leeren Händen da. „Doch dieser kämpferische Einsatz, taktische Disziplin und erheblich verbesserte Spielweise lassen für die letzten beiden Spieler des Jahres hoffen“, meint TuS-Außen Dominik Blancbois. Hilfreich beim so wichtigen Spiel: Mit Thorsten Flader und Julien Guse kam mächtig Erfahrung an Bord, was in den vorangegangenen Partien durchaus gefehlt hat.

Und so stand zu Beginn die Abwehr mit den beiden Routiniers sehr sicher, zudem gewährte Tobias Schack einen starken Rückhalt. Das Spiel begann ausgeglichen, nach Ballgewinnen nahm Bergen sofort das Tempo aus dem Spiel und verzichtete auf eine zweite Welle, auch aufgrund der knappen Personaldecke. Dies schien aufzugehen, nach dem 6:6 setzte sich TuS auf 12:7 ab, dem Gastgeber behagte die TuS-Taktik überhaupt nicht. Die Gäste spielten Abläufe gut zu Ende, die Grün-Weißen setzten ihren jeweiligen Nebenmann bestens in Szene. Leider fehlte am Ende der ersten Hälfte ein wenig die Konzentration, so verhinderte Bergen selbst eine komfortablere Führung zur Pause.

Die zweite Hälfte begann dann sehr ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich absetzen. Zumindest bis zum 17:17. Dann war Sense. Söhre gelangen vier Tore in Folge, weil Bergen Zweiminutenstrafen absitzen musste und einige Siebenmeter kassierte – die der sichere Schütze Aleks Getautas (zwölf Tore) auch noch eiskalt verwandelte. Doch Bergen gab sich nicht geschlagen, nach einer Auszeit entschied sich Trainer Jörg Mathée für zweite Welle, um die letzte Chance im Tempospiel zu suchen. Dies gelang zunächst, außerdem brachten schnelle Kombinationen die Söhrer Abwehr ins Wanken. Beim 24:22 war Bergen wieder dran, die Partie schien wieder offen. Wenn da nicht Kollege Felix Besser, der Torwart von Söhre gewesen wäre und einige hundertprozentige Chancen entschärfte. So blieb immer ein knapper Rückstand, zumal sich TuS am Ende selber im Wege stand. Denn, so

Blancbois: „Die Chancen waren da, aber wir haben sie nicht verwandelt. Aber die Leistung gibt den Aufwärtstrend wieder. Jetzt müssen wir es nur noch versuchen, über 60 Minuten konstant zu spielen. Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen, doch wir verbessern uns stetig.“

Tore für Bergen: Gehnke, Blancbois (je 6), Guse (5), Kirchhoff (4), Horstmann (2), Lange, S. Rodehorst, Brodde (je 1).

Von Stefan Mehmke