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Lokalsport TuS Celle 92 gewinnt gegen SV Union Velbert
Sport Sport regional Lokalsport TuS Celle 92 gewinnt gegen SV Union Velbert
17:06 04.09.2017
Celle

Dabei starteten sie bereits unter schlechten Voraussetzungen in den ersten Spieltag der neuen Saison. Denn Leistungsträger Nils Hohmeier, der schon seit Wochen an einer langwierigen Erkältung knabbert, bekam vom Arzt des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) kein grünes Licht für einen Einsatz in Velbert. Ersetzt wurde er durch den besten Nachwuchsspieler des Vereins: Elias Thieliant, der somit als Ersatzspieler sein Drittligadebüt feierte.

Um das eingespielte Doppel Philipp Floritz und Cedric Meissner nicht auseinander zu reißen, entschied Cheftrainer Frank Schönemeier, Thieliant an Tobias Hipplers Seite aufzustellen. Während Letztgenannte gegen das gegnerische Spitzendoppel Lars Hielscher und Thomas Brosig den Kürzeren zogen, sorgten Meissner und Floritz für den Ausgleich.

Im ersten Paarkreuz zeigte Floritz dann zwar nicht seine beste Leistung, kämpfte sich aber gegen Adrian Dodean immer wieder ins Spiel zurück und belohnte sich am Ende mit einem 3:2 in der Verlängerung des Entscheidungssatzes. Während der Celler somit noch seiner Favoritenrolle gerecht wurde, gab es für die Zuschauer am Nebentisch allen Grund zum Staunen. Denn Hippler spielte ein hervorragendes Match gegen seinen DTTB-Bundesstützpunkttrainer Lars Hielscher. Mit einem 3:1 für Hippler endete das Schüler-Lehrer-Duell ebenso wie die gesamte Partie TuS gegen Velbert. „Gegen einen meiner Trainer zu gewinnen, ist schon etwas Besonderes“, sagte Hippler.

Meissner, der für Hohmeier auf Position drei vorrückte, erfüllte seine eigenen Erwartungen und bezwang Karl Walter deutlich in drei Sätzen. Anschließend kam der große Moment für Thieliant. Dabei traf er auf keinen geringeren als Brosig, der noch in der letzten Saison im Bundesliga-Unterhaus aufschlug.

Was allerdings der Spielverlauf brachte, war mehr als unglücklich: Im dritten Satz vollendete Thieliant einen langen Ballwechsel mit einem Vorhand-Schuss, bei dem er sich die Schulter auskugelte. Der Notarzt entschied, die Kugel im Krankenhaus wieder an die gewohnte Stelle zu bringen.

Den Schock steckten alle Spieler derweil gut weg, sodass Floritz sein Duell gegen Hielscher gewann. Hielscher, dem es aufgrund seiner neuen Aufgaben als Trainer offensichtlich noch an Spielpraxis mangelte, hatte den starken Cellern in diesem Aufeinandertreffen nichts entgegenzusetzen.

Hippler setzte dann für das aus Celler Sicht erfreuliche Endergebnis den Schlusspunkt. In fünf Sätzen behielt er gegen Dodean die Oberhand. „Besser hätten wir uns das nicht erträumen können“, so Hippler.

Teammanager Dieter Lorenz stand nach dem Sieg seiner Mannschaft gleichzeitig Freude und Sorge ins Gesicht geschrieben. „Sportlich war der heutige Sonntag ein Erfolg. Elias tut uns aber sehr leid, denn eine ausgekugelte Schulter ist wirklich kein Spaß. Wir hoffen, es geht ihm schnell besser.“

Trotz des Verletzungspechs gehen die Herzogstädter nun mit breiter Brust in das kommende Heimspiel, dass am 1. Oktober gegen TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell II stattfindet.