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Lokalsport TuS Celle 92 im Achtelfinale der Deutschen Tischtennis-Pokalmeisterschaft
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18:45 29.08.2017
Quelle: Michael Schäfer
Celle

BAD HOMBURG. Ohne große Erwartungen war man angetreten, da die Celler mit dem TTC GW Bad Hamm, dem 1. FC Köln und dem Ausrichter TC OE Bad Homburg drei Zweitligisten als Gegner hatten, die sich auch ausnahmslos durch neue Spitzenspieler deutlich verstärkt hatten.

Im ersten Spiel traten die Celler dann gleich gegen den Rivalen des letzten Jahres TTC GW Bad Hamm an. Mit ihnen hatte man sich im Vorjahr lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Aufstieg geliefert. Die Celler Gegner schickten den ehemaligen französischen Weltklassespieler Damien Eloi, den japanischen Jugendnationalspieler Koyo Kanamitsu und Henning Zeptner an den Start.

Als erstes standen sich dann Kanamitsu und der Celler Spitzenspieler Philipp Floritz gegenüber. Floritz gewann die ersten beiden Sätze knapp und erspielte sich im dritten Satz eine 7:2-Führung. Dann gewann der Japaner und glich zum 2:2 aus. Am Ende siegte der Celler mit 11:9. "Koyo hat sich enorm verbessert. Seine Schmetterbälle sind sehr schnell und sicher, sodass er es geschafft hat, mich im dritten und vierten Satz aus dem Konzept zu bringen. Ich bin froh, dass ich den Entscheidungssatz knapp gewonnen habe," sagt Floritz.

Im nächsten Spiel trat der Celler Jugendnationalspieler Hippler gegen Eloi an. Hippler punktete durch gute Aufschläge und harte Vorhandschüsse und gewann die ersten beiden Sätze. Danach musste er aber den Satzausgleich hinnehmen, bevor er im Entscheidungssatz mit 6:0 davonzog und diesen Vorsprung auch nicht mehr abgab.

Nils Hohmeier traf an Position drei auf Henning Zeptner, der ihn in Hamm noch besiegt hatte. Diesmal siegte jedoch der Celler mit einer souveränen Leistung.

Im zweiten Spiel gegen den Gastgeber TTC OE Bad Homburg spielten die Celler zwar gut mit, hatten aber keine echte Siegeschance. Floritz machte gegen den Ungarn Nandor Ecseki den Ehrenpunkt, verlor aber im letzten Spiel gegen den neuen schwedischen Spitzenspieler Harald Andersson mit 0:3. Hohmeier zeigte dagegen gegen Andersson ein begeisterndes Spiel und gewann zumindest einen Satz. Auch Hippler gelang es nicht, gegen den Inder Sanil Shetty den zweiten Celler Punkt zu machen, sodass das Spiel mit 1:3 für die Celler verloren war.

Die dritte Runde gegen den 1. FC Köln musste dann die Entscheidung bringen. Dabei war das Spiel des Tages aus Celler Sicht die Partie von Hippler gegen Lennart Wehking. Beide schenkten sich nichts, sodass es zum Entscheidungssatz kam. Den gewann Hippler überraschend deutlich mit 11:4.

Die wichtige Celler Führung war gesichert, die Floritz zu einem 2:0 ausbaute. Nun lag es an Hohmeier, die Celler ins Achtelfinale zu bringen. Nach knapp verlorenem ersten Satz musste er aber im zweiten Satz wegen einer Verletzung aufgeben, sodass das Spiel wieder spannend war.

Es kam zum Entscheidungsspiel zwischen Floritz und Wehking. Das andere Spiel zwischen Hamm und Homburg war inzwischen mit einem 3:2 für Homburg beendet, sodass bei einem 3:2-Sieg die Celler weiterhin das beste Spielverhältnis gehabt hätten.

Aber auch das Spiel Floritz gegen Wehking ging in den Entscheidungssatz, den Floritz dann trotz einer Gelb-Roten-Karte wegen Spielverzögerung bei seinen Aufschlägen knapp mit 11:8 gewann. Somit qualifizierten sich die Celler als einziger Drittligist und einzige Mannschaft, die kein Heimrecht hatte, für das Achtelfinale, in dem nun eine besondere Herausforderung auf die Sportler wartet. Denn nun warten die zehn Tischtennis-Erstligisten auf den Underdog aus der Residenzstadt.