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Lokalsport TuS Celle 92 kratzt in Mainz am Punktgewinn
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19:33 18.11.2018
Von Heiko Hartung
Starker Auftritt gegen den Tabellenführer: Celles Nummer zwei, Cedric Meissner, besiegte den Mainzer Spitzenspieler Kanak Jha und hatte auch gegen Irvin Bertrand den Sieg vor Augen. Quelle: Christian Link
Celle

Die beiden Doppel und zwei Einzel im oberen Paarkreuz waren gespielt, da wurde Frank Schönemeier überraschend ein Angebot gemacht: „Der gegnerische Trainer Chris Pfeiffer hat mich gefragt, ob wir uns auf ein Unentschieden einigen können“, erzählte der Trainer des Tischtennis-Zweitligisten TuS Celle 92 am Sonntagabend nach der Partie beim 1. FSV Mainz 05. 2:2 stand es zum Zeitpunkt der natürlich nicht ernst gemeinten Anfrage des Mainzer Coaches. „Wenn ich vorher gewusst hätte, wie sich die Partie entwickelt, hätte ich dem Deal sofort eingewilligt“, fährt Schönemeier fort. Denn in den folgenden Einzelmatches hatte der Ligaspitzenreiter in den meisten Fällen das bessere Ende für sich und gewann das Duell der beiden jüngsten Teams der Liga mit 6:3.

Während Mainz durch den Erfolg seine Tabellenführung vor den Verfolgern ausbaute, bleibt die Lage für Aufsteiger Celle kritisch: Punktgleich mit dem Vorletzten Passau rangiert TuS 92 nur aufgrund der besseren Satzbilanz oberhalb der Abstiegsplätze. „Wir machen uns keinen Stress beim Blick auf die Tabelle“, beschwichtigt Schönemeier. Gleichwohl weiß der Diplom-Trainer, dass der Druck für seine Schützlinge mit Blick auf die kommende Partie bei Schlusslicht Neckarsulm nun nicht gerade weniger wird. „Das wird ein Vier-Punkte-Spiel. Wir richten den Fokus ab sofort auf diese Auswärtsaufgabe“, so Schönemeier.

Punktgewinn wäre möglich gewesen

Und so war die Stimmung am Sonntag nach der Niederlage bei der jungen Mainzer Truppe auch gar nicht so sehr im Keller, wie man meinen könnte. „Klar sind wir enttäuscht, weil ein 5:5 und damit ein Punktgewinn durchaus möglich gewesen wäre. Aber wir haben uns beim Tabellenführer gut verkauft“, meint der Coach.

Das galt in den Doppeln vor allem für Nils Hohmeier und Tobias Hippler, die die Mainzer Simon Söderlund und Carlo Rossi glatt in drei Sätzen besiegten. Weil Celles Nummer zwei, Cedric Meissner, gerade von einem Nationalkader-Lehrgang kam und für die Einzel geschont werden sollte, kamen Jannik Xu und Arne Hölter im zweiten Doppel zum Einsatz. Gegen die Mainzer Spitzenspieler, den US-Amerikaner Kanak Jha und den Franzosen Irvin Bertrand schlugen sich die beiden trotz einer glatten Drei-Satz-Niederlage mehr als achtbar.

Celle führt nach Meissners Glanzleistung mit 2:1

Nach einer Glanzleistung Meissners gegen Jha ging Celle sogar 2:1 in Führung. Doch die Celler Nummer eins, Fedor Kuzmin, verlor seine beiden Einzel gegen Bertrand und später gegen Jha. Und auch Nils Hohmeier fehlte gegen Söderlund das nötige Quäntchen Glück. Weil aber Hippler gegen Rossi im fünften und entscheidenden Satz ein fulminantes 11:2 hinlegte, blieb trotz eines Matchrückstandes von 3:5 die Celler Hoffnung auf einen Punktgewinn bei den Rheinhessen bestehen.

Und lange Zeit sah es auch danach aus, dass die TuS-Asse dieses Ziel erreichen könnten: Denn der starke Meissner führte gegen den auf dem Papier favorisierten Bertrand bereits nach zwei gewonnenen Sätzen mit 7:3 im dritten Durchgang. Doch dann machte der Mainzer Franzose fünf Punkte am Stück, entschied den Satz für sich und drehte die Partie letztlich komplett. Am Nebentisch lag auch Hippler mit 2:1 Sätzen gegen Söderlund in Front. Doch auch die Celler Nummer drei brachte den Sieg nicht in trockene Tücher und musste sich mit 2:3 Sätzen geschlagen geben. „Als Tabellenführer hat man es vom Kopf her einfacher in engen Matches. Da mache ich meinen Spielern keinen Vorwurf“, sagte Schönemeier. Und weil Mainz Coach Pfeiffer sein Angebot einer Punkteteilung erwartungsgemäß nicht mehr erneuerte, machte sich TuS 92 mit leeren Händen auf die lange Heimreise.

1. FSV Mainz 05 – TuS Celle 92 6:3: Jha/Bertrand – Xu/Hölter 3:0 (11:6, 11:9, 11:9), Söderlund/Rossi – Hohmeier/Hippler 0:3 (6:11, 7:11, 10:12), Jha – Meissner 1:3 (5:11, 11:7, 9:11, 9:11), Bertrand – Kuzmin 3:1 (11:9, 8:11, 11:6, 11:8), Söderlund – Hohmeier 3:1 (11:4, 11:6, 8:11, 13:11), Rossi – Hippler 2:3 (11:9, 9:11, 11:7, 5:11, 2:11), Jha – Kuzmin 3:0 (12:10, 11:9, 16:14), Bertrand – Meissner 3:2 (5:11, 10:12, 11:9, 11:5, 11:9), Söderlund – Hippler 3:2 (11:6, 8:11, 3:11, 11:5, 11:9).

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