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Lokalsport TuS Celle 92 startet mit Licht und Schatten
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21:05 16.09.2018
Von Christian Link
"Ich glaube, wir können einigermaßen zufrieden sein", sagt der Celler Tischtennis-Profi Tobias Hippler (Foto) nach den ersten beiden Zweitliga-Spielen. Quelle: Oliver Knoblich
Passau

Die ersatzgeschwächte Mannschaft bewies beim 6:2-Auftaktsieg gegen TTC Fortuna Passau am Samstag eindrucksvoll ihre Ligareife. Nach dem Erfolg in Niederbayern folgte für die Celler am Sonntag in Mittelfranken aber eine etwas unglückliche Niederlage. Gastgeber TV 1879 Hilpoltstein spielte sich durch einen 6:3-Heimsieg an die Tabellenspitze.

TuS-Trainer Frank Schönemeier kam nach dem ersten Sieg im ersten Zweitligaspiel ins Schwärmen: „Das war grandios, damit war gar nicht zu rechnen. Die haben wir komplett überrollt.“ Damit war vor der Partie nicht unbedingt zu rechnen.

Der Ausfall von Cedric Meissner, der sich auf die Olympischen Jugendspiele vorbereitete, war eingeplant. Die Verletzung von Kapitän Nils Hohmeier nicht. Der 20-Jährige fehlte aufgrund einer Entzündung am Bizepsansatz. „Das kommt, wenn man viel trainiert. Und das tun die Jungs“, so Schönemeier. Jeder seiner Schützlinge übe täglich sechs bis acht Stunden. Für Hohmeiers Ranglistenspiel in einer Woche sieht der Coach eher schwarz. Beim ersten Heimspiel in Celle gegen TTC GW Bad Hamm in zwei Wochen hofft er aber auf eine Rückkehr Hohmeiers ins Team.

Mit zwei Doppelsiegen ging TuS Celle in Passau mit 2:0 in Führung. Tobias Hippler legte sofort nach und rang die gegnerische Nummer eins, Sanil Shetty, in fünf Sätzen nieder. „Es fing relativ schlecht an und dann bin ich auch ein bisschen nervöser geworden“, berichtete Hippler. Doch der 19-Jährige bewies gegen den Fortuna-Star, der direkt aus Indien angereist war, den längeren Atem.

Einen Sieg konnte Shetty dann aber trotzdem verbuchen. TuS-Neuzugang Fedor Kuzmin verlor gegen das Passauer Tischtennis-Ass relativ deutlich mit 1:3. Schönemeier sah bei seinem 35 Jahre alten Hoffnungsträger aus Russland noch Luft nach oben – vor allem bei der Fitness: „Er muss körperlich noch ein bisschen zulegen.“ Zum Matchwinner wurde Hippler, der sich gegen den kroatischen Nationalspieler Tomislav Kolarek mit 3:2 durchsetzte und zum 6:3-Endstand punktete.

Auch gegen Hilpoltstein holte das Celler Doppel Arne Hölter und Jannik Xu den ersten Punkt. Das Duo Kuzmin/Hippler scheiterte danach jedoch in fünf Sätzen. Der ins TuS-Team zurückgekehrte Cedric Meissner brachte die Gäste durch ein 2:1 gegen Alexander Flemming erneut in Führung, bevor Hilpoltstein das Spiel komplett drehte. Kuzmin verkürzte zwar zwischenzeitlich auf 3:4, indem er dem zweifachen Deutschen Meister Flemming die zweite Einzel-Niederlage des Tages beibrachte. Der überragende David Reitspies im Team der Mittelfranken sorgte mit einem 3:0 gegen Meissner aber für die Vorentscheidung.

„Reitspies ist aktuell noch höher einzustufen als Kuzmin“, lobte Celles Trainer den Tschechen und ist überzeugt: „Der kann auch gegen Bundesliga-Akteure gewinnen.“ Die Niederlage sei insgesamt unglücklich gewesen. „Wenn wir das zweite Doppel nicht verlieren, geht die Partie vielleicht anders aus“, spekulierte Schönemeier. Allerdings habe sich Flemming gegen die Celler auch unter Wert verkauft – genauso wie Tischtennis-Profi Hippler, der drei Niederlagen einstecken musste. Hippler: „Gestern war ich sehr gut, heute so mittelmäßig – und irgendwo dazwischen liegt die Wahrheit.“

In der Tabelle steht Celle aufgrund der positiven Spieldifferenz auf Platz vier. Da will Schönemeier gerne bleiben. „Das Niveau in der 2. Bundesliga ist ein sehr gutes, es kann fast jeder jeden schlagen“, stellte der Teamchef fest und glaubt auch an viele Siege seines Teams: „Ich glaube, dass wir am Ende im vorderen Mittelfeld stehen werden.“

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