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Lokalsport TuS Eschede verliert Heimspiel gegen Maschen
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19:57 19.03.2017
In der zweiten Halbzeit erspielten sich die Hausherren einige guteTormöglichkeiten. Tim Runge (links) und Co. konnten diese abernicht verwerten. Quelle: Alex Sorokin
Eschede

Dabei war die erste Spielhälfte noch klar an die Gäste aus Maschen gegangen. Diese ließen Ball und Gegner laufen und hatten deutlich mehr Ballbesitz als der TuS Eschede, der tief in der eigenen Hälfte stand und eroberte Bälle viel zu schnell wieder verlor. So konnte das Ewert-Team in den ersten 45 Minuten nicht eine einzige eigene Torchance verzeichnen. Allerdings ließ die sicher stehende TuS-Defensive auch fast keine Gästechancen zu. Und wenn, dann war Torwart Kai John wie auch in der 20. Minute auf dem Posten, als er stark gegen Maschens Hendrik Golke parierte. Nur in der 34. Minute war Eschedes Abwehr ein einziges Mal kollektiv nicht im Bilde. Eine hohe Flanke segelte in den Fünfmeterraum und wurde von Philip Zander zur 1:0-Führung eingeköpft.

Mutig und wie verwandelt kam der TuS Eschede nach dem Pausentee aus der Kabine. In drei spektakulären Torraumzenen binnen 180 Sekunden hätten die Männer vom Brunshagen dem Spiel eine frühe Wende geben können. Zuerst traf Tim Runge nach Zuspiel von „Chrissie“ Gierke nur den Innenpfosten (49.). Dann hätte wieder Runge, frei im Strafraum stehend, selbst den Abschluss suchen sollen. Er passte aber quer zu Maik Kirchhoff, dessen Schuss von einem VfL-Abwehrspieler zur Ecke gelenkt wurde. Diesen Eckstoß brachte Kapitän Malcolm Kleedehn per Direktabnahme spektakulär aufs Tor. Aber VfL-Schlussmann Dennis Tiedemann lenkte den Ball mit einer Riesenparade ebenso spektakulär über die Torlatte. Auch danach blieb der auf dem tiefen Geläuf unermüdlich ackernde TuS Eschede am Drücker – und hatte weitere Chancen. Erneut scheiterte Runge (65.) am Torwart, dann traf Kirchhoff (70.) dicht vor dem Tor den Ball nicht richtig. Von den nur noch auf Konter lauernden Gästen war nicht mehr viel zu sehen.

So verrannen die Sekunden, und Marec Thurmann fand auch mit der letzten Chance (87.) im Gästekeeper seinen Meister. Nachdem der gute Schiedsrichter Matthias Brand die kräfteraubende Regenschlacht abgepfiffen hatte, sanken Eschedes Spieler enttäuscht zu Boden. „Es klingt wie eine immer wiederkehrende Floskel, aber wir haben heute wirklich gut gespielt und müssen das Positive aus der Begegnung mitnehmen“, so Eschedes Coach Ewert. „Mit viel Glück und einem guten Torwart haben wir den knappen Sieg über die Zeit gerettet“, war dagegen das ehrliche Statement von Gästetrainer Marinus Bester.

Von Jochen Strehlau