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Lokalsport TuS Hermannsburg verabschiedet sich aus Liga eins
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18:16 16.09.2013
Von Uwe Meier
Hermannsburg

Wieder dicht dran – doch wieder hat es nicht geklappt. Die Judo-Damen des TuS Hermannsburg wurden in dieser Saison nicht unbedingt vom Glück verfolgt. Zum dritten Mal musste sich das Team mit 3:4 geschlagen geben. Dieses Mal scheiterte die TuS-Riege am haushohen Favoriten PSG Brandenburg. „Das knappe Ergebnis war im Vorfeld so sicherlich nicht zu erwarten gewesen“, meinte TuS-Trainer Wermuth und fügte enttäuscht an: „Wir hätten sogar gewinnen können, wenn uns die Kampfrichter gelassen hätten.“

Damit meinte er eine Szene aus dem Kampf von Paula Sommer gegen die Brandenburgs Stephanie Steinmetz, die sich in der Gewichtsklasse bis 63 Kilogramm gegenüberstanden. Die Hermannsburgerin hatte einen Wurf angesetzt, ihn auch zu Ende gebracht und ihre Gegnerin von der Matte befördert. Doch die Wertung blieb aus. „Ich weiß auch nicht, wo die Kampfrichter da ihre Augen gehabt haben“, ärgerte sich der Hermannsburger Trainer. „Da wurden wir wirklich benachteiligt.“ Es wäre der Punkt 3:3 gewesen. Anschließend war nur noch Miriam Garmatter auf die Matte gegangen. „Sie hat ihre Gegnerin aufgefressen“, berichtet Wermuth über den klaren Sieg seiner Kämpferin. Doch nachdem Sommer zuvor der Sieg verwehrt geblieben war, schönte Garmatters Sieg nur die Bilanz einer weiteren knappen Niederlage. Ein Sieg gegen Brandenburg hätte den Abstieg zwar nicht mehr verhindert, doch zumindest wäre die TuS-Riege in der Tabelle einen Platz nach oben geklettert. So aber blieb man Ligaschlusslicht.

Ein wenig haderten die Hermannsburger dann schon mit dem Schicksal. „Das ist schon ärgerlich“, meinte Wermuth. Drei von insgesamt sechs Kämpfen waren in der Saison derart knapp verloren gegangen. So stand letztlich nur ein Unentschieden auf der Habenseite. „Wir wissen, dass wir es drauf haben.“ Und so waren die Kämpferinnen bei einem abschließenden gemeinsamen Essen, bei dem das Team die Saison Revue passieren ließ, relativ enttäuscht. Sie wussten, dass wenn immer der komplette Kader zu den Wettkämpfen hätte antreten können, die Klasse locker gehalten worden wäre. Doch das war eben nicht so.

Doch aufgeben gilt nicht. Im kommenden Jahr geht der TuS Hermannsburg mit unverändertem Kader in der 2. Bundesliga an den Start. „Wir haben uns alle in die Hand versprochen, dass wir zusammenbleiben“, so Wermuth. „Und dann greifen wir im nächsten Jahr wieder voll an und lassen in der 2. Liga die Sau raus.“ Aber auch der Trainer weiß, dass für eine erfolgreiche Saison auch etwas Glück von Nöten ist. Glück, dass dem Team in der abgelaufenen Serie nicht unbedingt zur Seite stand.