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Lokalsport TuS Lachendorf will Sportheim im Lachte-Stadion bis 2018 sanieren und erweitern
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16:21 26.04.2016
Von Heiko Hartung
Lachendorf

Die wichtigste Hürde muss die Projektgruppe um Klubchef Viktor Perisic aber noch nehmen: Am Freitag, 29. April, (20 Uhr, Gasthaus Taschenbrecher) müssen die Mitglieder auf der außerordentlichen Versammlung ihre Zustimmung geben. „Ohne eine Mehrheit im Rücken ist das Ding für uns als Vorstand gestorben“, legt sich Perisic fest.

Vorgesehen ist eine Sanierung des etwa knapp 200 Quadratmeter großen bestehenden Gebäudes. In diesem ersten Bauabschnitt, der im Juli 2017 beginnen soll, ist aber auch bereits eine erste Erweiterung um etwa 100 Quadratmeter vorgesehen.

„Wir werden dann sechs statt vier Umkleidekabinen haben und fünf statt zwei Duschen“, erklärt der Vereinsvorsitzende Viktor Perisic. Hinzu kommen neue Schiedsrichterkabinen, zusätzliche behindertengerechte Toiletten, ein Geräteraum und eine moderne Heizungsanlage. Auch für den FC Lachendorf mit seinen 100 Mitgliedern ist ein eigener Raum vorgesehen.

In einem zweiten Schritt wird angebaut: Im Osttrakt soll nach den Plänen der Architektin Andrea Colditz, langjährige Handballerin der HSG Lachte-Lutter, ein mehr als 100 Quadratmeter großer Mehrzweckraum mitsamt Küche entstehen, zudem zieht die Geschäftsstelle aus einer Privatwohnung ins TuS-Heim. Insgesamt stehen dann Räumlichkeiten von 430 Quadratmetern zur Verfügung. „Wir versprechen uns eine Ausweitung des Sportangebots und dadurch auch einen weiteren Mitgliederzuwachs“, sagt Perisic.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 770.000 Euro. Der erste Bauabschnitt schlägt mit etwa 450.000 Euro zu Buche. 180.000 Euro davon gibt die Samtgemeinde Lachendorf dazu, 90.000 Euro trägt der Verein selbst. Die Summe ist dem TuS allerdings bereits im Februar von der Gemeinde als zinsloses Darlehen mit einer Laufzeit von 30 Jahren zugesichert worden. Weitere 90.000 Euro werden im Juli beim Kreissportbund (KSB) Celle beantragt, den Rest soll nach Möglichkeit aus Fördertöpfen der Niedersächsischen Sparkassenstiftung sowie des Landkreises Celle kommen.

Die Löwenanteil der Kosten von 320.000 Euro für den zweiten Bauabschnitt übernimmt ebenfalls die Samtgemeinde: 224.000 Euro sind bereits bewilligt. Der Rest soll wieder über Fördermittel kommen. „Gerade beim Anbau können wir aber auch viel Manpower über unsere Mitglieder reinstecken. Das drückt die Kosten“, verspricht Perisic. KSB-Geschäftsführerin Sigrid Müller stellte gegenüber der CZ in Aussicht, dass ihre Institution hier unter Umständen nochmals einen Teil dazuschießen könnte.

Auch wenn Lachendorfs Samtgemeindebürgermeister Jörg Warncke das Projekt als „sportliches Vorhaben“ tituliert und hofft, „dass auch wirklich alle Fördergelder fließen“, steht er doch voll hinter dem Bau: „Das wäre eine außerordentlich positive Sache – nicht nur für den Verein, auch für Lachendorf und die ganze Samtgemeinde.“