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Lokalsport Unentschieden freut Mutter Robben
Sport Sport regional Lokalsport Unentschieden freut Mutter Robben
17:36 19.02.2012
Von Christopher Menge
Celle Stadt

Schiedlich-friedlich trennten sich die beiden Aufsteiger in der Handball-Bundesliga, der SVG Celle und die HSG Bad Wildungen Vipers, 25:25-Unentschieden. Ein Ergebnis, das vor allem Mutter Annett Robben freuen dürfte, denn bei beiden Teams steht eine ihrer Töchter unter Vertrag.

Während Jolanda aufgrund ihrer Knieverletzung das Spiel ihres SVG erneut von der Bank beobachten musste, zeigte ihre jüngere Schwester Miranda eine gute Leistung und war mit sechs Treffern maßgeblich am Punktgewinn ihrer Mannschaft beteiligt. „Die Spiele gegen Jolanda sind immer etwas Besonderes, auch wenn sie dieses Mal leider nicht spielen konnte“, erzählte Miranda, „zudem kenne ich die ganze Celler Mannschaft und viele der Fans.“

In der letzten Woche war das Thema Handball bei den Telefonaten, bei denen sich die beiden Schwestern alle zwei Tage austauschen, etwas in den Hintergrund gerückt. „Die Situationen sind ja immer unterschiedlich, wenn wir aufeinandertreffen“, erklärte Jolanda, „für uns war es im Kampf um den Klassenerhalt ein sehr wichtiges Spiel, für Bad Wildungen eines von vielen.“

So hätte es Jolanda ihrer Schwester wohl auch übelgenommen, wenn ihr Treffer zum 25:24 nach 57:48 Minuten vom Siebenmeterpunkt der entscheidende gewesen wäre. „Dann hätte sie auf der Straße schlafen müssen“, lachte Jolanda, während sie mit Miranda auf die Dopingkontrolle wartete. Doch Renee Verschuren traf noch zum insgesamt verdienten 25:25-Ausgleich und rückte den Familiensegen im Hause Robben wieder gerade. „Es war ein enges und spannendes Spiel“, analysierte Miranda, „Celle hat sich das Unentschieden am Ende erkämpft.“

Mit ihrer eigenen Leistung konnte sie, nachdem sie im Pokalspiel vor zwei Wochen gegen den SVG verletzungsbedingt passen musste, zufrieden sein. Immer wieder rückte sie von der linken Außenbahn an den Kreis und war erfolgreich. Nach dem 8:8 nach 22:44 Minuten war es Miranda, die ihre Mannschaft nach vorne brachte. Erst holte sie den Siebenmeter heraus, den Sabine Heusdens verwandelte, dann traf sie doppelt zum 11:8. In der zweiten Halbzeit vereitelte Mami Tanaka eine Großchance von Robben, doch in der Schlussphase war es wieder Bad Wildungens Linksaußen, die traf, ehe Verschuren ausglich.

So konnten Jolanda und Miranda am Sonnabend Abend gemeinsam mit Mutter Annett jeweils einen Punkt feiern. Erst gestern Abend reiste Miranda zurück nach Bad Wildungen. Gerne würden die beiden auch einmal gemeinsam in einer Mannschaft spielen. „Doch das ist schwierig, weil wir die gleiche Position spielen“, sagten die beiden unisono, „und wir haben beide noch Vertrag bei unseren Vereinen.“

So haben sie derzeit einen anderen Wunsch. „Ich hoffe, dass Celle in der ersten Liga bleibt und wir nächstes Jahr wieder gegeneinander spielen können“, drückt Miranda die Daumen, dass der SVG noch an DJK/MJC Trier vorbeiziehen kann. Ob es dann auch Unentschieden ausgeht, wenn Jolanda ihrer Mannschaft auf dem Platz helfen kann, steht in den Sternen. Annett Robben wäre es aber wohl wieder am liebsten.