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Lokalsport Unruhe im Golfclub Herzogstadt Celle
Sport Sport regional Lokalsport Unruhe im Golfclub Herzogstadt Celle
19:14 26.10.2016
Von Carsten Richter
Garßen

Vor dem Landgericht Lüneburg läuft nun ein Verfahren, in dem entschieden wird, zu welchem Termin das Pachtverhältnis beendet wird. Voraussichtlich am 9. November soll es zu einer Entscheidung kommen. Danach wollen sich alle Beteiligten – also der Eigentümer, die Golf KG und der Golfclub – wieder an den Tisch setzen und diskutieren, zu welchen Bedingungen ein Pachtverhältnis wieder aufgenommen werden kann. Ob es zu einer Einigung kommt, ist aber offen und hängt vom Entgegenkommen aller Seiten ab. Das sei bislang schwierig gewesen, heißt es unisono.

Für den Eigentümer Cord Leiffer stimmen die 1985 vereinbarten Vertragskonditionen nicht mehr. „Da muss eine Anpassung passieren“, sagt der Landwirt im Gespräch mit der CZ.

„Wir gehen von einer gütlichen Einigung aus“, sagt Uwe Peter, Geschäftsführer der Golf KG. „Sie muss aber wirtschaftlich für alle tragbar sein.“ Club-Präsident Joachim Falkenhagen ist nicht erfreut, dass es überhaupt zu dieser Auseinandersetzung gekommen ist, aber auch er ist zu Gesprächen bereit. „Wird ein Miet- und Pachtvertrag für eine längere Zeit als 30 Jahre geschlossen, so kann jede Vertragspartei nach Ablauf von 30 Jahren (...) das Mietverhältnis außerordentlich mit der gesetzlichen Frist kündigen“, heißt es im Bürgerlichen Gesetzbuch. „Bislang zahlen wir eine Pacht, die zu den Altverträgen passt“, sagt Pächter Uwe Peter.

Aber diese Konditionen passen Leiffer nun nicht mehr. Deshalb hat er bereits vor rund einem Jahr gekündigt. Von den juristischen Auseinandersetzungen hat nun offenbar jemand Wind bekommen und die CZ schriftlich und anonym informiert. Wer der Verfasser ist, darüber könne nur spekuliert werden, sagen alle Parteien.

Dem Schreiben zufolge seien infolge der Auseinandersetzungen bereits zwei wichtige Sponsoren abgesprungen. Das aber weisen sowohl Falkenhagen als auch Peter entschieden zurück. Auch von einem bewussten Mitgliederaustritt ist die Rede. Das stimme ebenso wenig, so Falkenhagen. „Wir haben jedes Jahr eine natürliche Fluktuation. Unsere Mitglieder fühlen sich bei uns sehr wohl, wir haben schließlich einen der schönsten Golfplätze Norddeutschlands zu bieten.“ Dass eine 18-Bahn-Anlage attraktiver ist als eine mit neun Bahnen, steht außer Frage. Und im Grunde wollen alle Beteiligten, dass es auch so bleibt.