Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Urgestein des Celler Wasa-Laufs muss aussetzen
Sport Sport regional Lokalsport Urgestein des Celler Wasa-Laufs muss aussetzen
14:25 13.03.2017
BildunterschriftBildunterschrift Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Er ist ein echtes Urgestein des Celler Wasa-Laufes. Von Beginn an ist er dabei und damit 34 Mal als Läufer an den Start gegangen. 69 Marathon-Läufe hat Cochius auf der ganzen Welt absolviert, an Meisterschaften teilgenommen und dabei Orte wie London, Paris, Moskau oder die Region rund um den Fuji in Japan erkundet. Der Wasa-Lauf stand dabei natürlich auch immer im Terminkalender des Cellers.

Doch dann kam der Schock für den sportlichen Rentner: „Ich habe mich am Meniskus verletzt und brauche ein neues Kniegelenk im rechten Knie“, erzählt Cochius. In diesem Jahr musste der 78-Jährige darum das erste Mal beim Wasa-Lauf zuschauen und durfte nicht mitlaufen.

Der ehemalige Schriftsetzer und Betriebsratsvorsitzende muss auch als Rentner immer etwas zu tun haben, wie er erzählt. „Man muss das Leben aktiv gestalten. Ich halte mich mit Sport fit. Mein Arzt sagt, ich habe ein Herz wie ein 50-Jähriger.“ Er nimmt regelmäßig am Drei-Länder-Cup teil und absolviert dabei den Celler Wasa-Lauf, den Schweriner Fünf-Seen-Lauf und den Harz-Gebirgslauf in Wernigerode.

Es schmerzt den passionierten Athleten daher ein bisschen, aussetzen zu müssen. Doch von Resignation ist nichts zu spüren. Cochius ist als Helfer trotzdem hautnah beim Celler Volkslauf dabei und liebt die Großveranstaltung. „Wenn ich nicht mitlaufen kann, helfe ich umso mehr. Ich verteile zum Beispiel die Startnummern an meine Laufkollegen. Der Wasa-Lauf ist so beliebt und lockt Menschen aus der ganzen Welt an. Das ist toll.“

Er hat in 34 Jahren schon Wasa-Läufe im Schnee und auch bei Hitze erlebt, immer hat der ehrgeizige Sportler die Herausforderung angenommen und gemeistert. Nun muss er erst einmal genesen, aber danach soll es bald wieder auf die Laufstrecke gehen, erzählt Cochius „Nach der Knie-OP werde ich auf jeden Fall wieder einsteigen und nächstes Mal auch wieder mitlaufen. Der Kanonenschuss zum Start ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl.“

Von Jessica Poszwa