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Lokalsport VfL Westercelle: Mit Teamgeist in die Tennis-Nordliga
Sport Sport regional Lokalsport VfL Westercelle: Mit Teamgeist in die Tennis-Nordliga
20:38 22.03.2015
Die Tennis-Frauen des VfL Westercelle sind ab sofort zweitklassig (von links): - Ingrid Suslov, Stefanie Reimchen, Julia Rakocevic und Nina Wellnitz.. Quelle: Benjamin Westhoff (4)
Westercelle

Sie sind die Königinnen der Tennis-Oberliga: Die Frauen des VfL Westercelle haben das Relegationsspiel gegen den Kieler THC mit 5:1 für sich entschieden und dürfen in der nächsten Hallen-Saison in der Nordliga antreten. „Normalerweise ist Tennis ein Individualsport,“ so Westercelles Trainer Thomas Masur nach dem Sieg. „Aber wir haben ein echtes Team auf dem Platz.“

Zuvor hatten die Westerceller Tennis-Ladies keinen Zweifel daran gelassen, wer Chef auf dem Platz ist. „Trotzdem war die Atmosphäre sehr freundlich. Die Stimmung war toll, auch weil uns 50 Zuschauer unterstützt haben“, so Masur.

Als Erste war Stefanie Reimchen auf dem Court. Sie ließ ihrer Gegnerin mit 2:0 Sätzen (6:1, 6:1) keine Chance. „Obwohl die Ergebnisse teilweise sehr deutlich waren, war das Niveau sehr hoch“, beobachtete Trainer Masur. Auch Nina Wellnitz hatte keine Probleme mit ihrem Kieler Gegenüber und gewann klar mit 6:0 und 6:1. Schwieriger gestaltete sich das Spiel von Ingrid Suslov. Die Westerceller Nummer eins unterlag in zwei Sätzen mit 6:7 und 3:6. Da aber Julia Rakocevic ihr Einzel mit 6:3 und 6:2 für sich entschied, war der Westerceller Triumph fast schon sicher.

„Durch die Anzahl der gewonnenen Spiele und Sätze hätte Kiel nur noch gewinnen können, wenn sie beide Doppel mit 6:0 und 6:0 dominiert hätten“, so Masur. Das schafften die Kielerinnen aber nicht. Im Gegenteil: Reimchen und Annaliesa Riedel schickten die Norddeutschen mit 6:3 und 6:2 vom Platz. Auch Rakocevic und Wellnitz waren ihrem gegnerischen Duo überlegen. Am Ende stand ein 6:2 und 6:3. „Trotz des klaren 5:1 Endergebnisses war eine super freundliche Stimmung unter den Spielerinnen“, sagte Masur, der auf eine erfolgreiche Hallensaison zurückblickt. „Am Anfang hatten wir nach der Niederlage gegen Braunschweig nicht so viel Selbstvertrauen. Aber das hat sich mit den Siegen gebessert“, so der Trainer.

Er weiß allerdings auch, das die nächste Hallen-Saison nicht leicht werden wird: „Da weht ein anderer Wind als in der Oberliga. Das ist schon ein ordentlicher Leistungssprung. Unser Ziel kann da nur der Klassenerhalt sein. Immerhin ist das die zweithöchste Spielklasse in der Halle“, warnt der Erfolgscoach.

In den jetzt folgenden Wettkämpfen an der frischen Luft, will sein Team „einfach drauf los spielen und sehen, was am Ende dabei raus kommt.“ Masur hätte sicherlich nichts dagegen, wenn seine Tennis-Damen auf der Außenanlage genau so erfolgreich sind, wie in der Halle.

Von Alexander Hänjes