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Lokalsport VfL Westercelle trifft erstmals auswärts
Sport Sport regional Lokalsport VfL Westercelle trifft erstmals auswärts
22:37 17.09.2017
Von Heiko Hartung
Maurice Thies (vorne) brachte den VfL Westercelle mit seinem 1:0 in Führung. Quelle: Michael Schäfer
Westercelle

„Der Sieg ist gut für das Selbstvertrauen und nimmt der Mannschaft in den kommenden Wochen eine gehörige Portion Druck“, war VfL-Coach Axel Güllert nach den Erfolg beim Tabellenvorletzten erleichtert. Denn wie schon beim 3:2-Heimsieg vor einigen Wochen gegen Uelzen führte Westercelle auch in der Partie gegen Etelsen bereits mit 3:0 – und musste doch bis zum Ende um den Sieg bangen.

Die Gastgeber aus dem Ort zwischen Achim und Verden waren spielerisch ungefährlich, Westercelle verlegte sich im 4-4-2-System aufs Kontern. Die Führung in der 20. Minute fiel jedoch nach einem Standard: Einen Eckball von Alexander Laube versenkte Maurice Thies per Kopf im Etelser Tor. Laube war es auch, der wenig später Till Heuchert auf links schickte. Der Flügelspieler drang in den Strafraum ein, versetzte noch einen Gegenspieler und traf eiskalt zum 2:0 (26.). Nur vier Minuten später fing Westercelle einen Ball ab, Kai Broschinski legte stark mit der Hacke vor und Heuchert machte seinen Doppelpack perfekt (30.). „Da war Etelsen total verunsichert“, sagte Güllert.

Doch direkt nach der Pause lief zunächst alles gegen Westercelle. Zuerst fälschte VfL-Linksverteidiger Philip Boie den Ball nach einem Freistoß unglücklich ins eigene Tor (46.), dann sah Innenverteidiger Pascal Peschke nach einer Notbremse kurz vor der Strafraumgrenze die Rote Karte (47.). „Das geht in Ordnung. Peschi war letzter Mann und sein Gegner wäre ohne das Foul durch gewesen“, meinte Güllert. Gut für Westercelle: Im nächsten Spiel hat Timo Papendieck seine dreiwöchige Rotsperre abgebrummt und darf wieder auflaufen.

Güllert und sein Trainerkollege Heiko Vollmer nahmen den gut aufspielenden Stürmer Nils Wittenberg vom Platz und verstärkten mit Dominik Busse die Defensive. „Obwohl wir fast eine ganze Halbzeit in Unterzahl waren, standen wir recht stabil“, so Güllert. In einer immer hektischer werdenden Partie kochten die Emotionen besonders bei den Gastgebern hoch. Etelsen warf alles nach vorne und kam eine gute Viertelstunde vor Ende zum 2:3-Anschlusstreffer. Güllert: „Da fing das zittern an.“ VfL-Keeper Jannick Heuer muste noch eine Großchance entschärfen, dann war der zweite Saisonsieg geschafft. Im dritten Versuch überwand der VfL endlich seine Auswärts-Torflaute – und dann gleich drei Mal.