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Lokalsport VfL Westercelle will die Wunder-Wiederholung
Sport Sport regional Lokalsport VfL Westercelle will die Wunder-Wiederholung
20:41 19.02.2015
Volleyball-Regionalligist VfL Westercelle will nach fünf - Niederlagen in Folge endlich mal wieder Grund zum Jubeln haben. Quelle: Alex Sorokin
Westercelle

Ein 3:2 (26:28, 19:25, 27:25, 25:23, 15:10)-Auswärtssieg beim damals ungeschlagenen DJK Füchtel Vechta und ein Platz im gesicherten Mittelfeld. Das alles ist bei den Regionalliga-Volleyballern des VfL Westercelle erst drei Monate her und scheint doch so fern.

Denn wenn am Samstag (20 Uhr) in der Burghalle der erste Ball über das Netz fliegt, geht es für die Schwarz-Gelben um den Klassenerhalt in der Regionalliga West. „In den letzten Monaten haben mehrere Faktoren dazu geführt, dass wir da stehen, wo wir jetzt sind“, erklärt der dauerverletzte Timm Conrad, der in den vergangenen Wochen so etwas wie der Co-Trainer der Westerceller geworden ist.

Faktor eins sind die vielen Verletzungen, Erkrankungen und beruflichen Verpflichtungen, die in den vergangenen Monaten verhinderten, dass sich die Truppe richtig einspielen konnte. Auch am Samstag fehlen mit Torben Schiewe (Fußverletzung), Jens Schönfelder (Knieverletzung) und Christian Stahnke (Fußverletzung) wieder drei Spieler, die dem VfL Entlastung in den engen Situationen bringen könnten.

Doch mit Verletzungspech allein lässt sich die prekäre Tabellenlage und die Niederlagenserie von fünf Partien in Folge nicht erklären. „Wir bräuchten einen Trainer, der das Potenzial der Mannschaft voll ausschöpft und bei jedem Training dabei ist, damit wir uns optimal einstellen können“, so Conrad.

Der aktuelle Trainer Rainer Bruns ist gleichzeitig auch noch Trainer der Frauenmannschaft und übernahm nur aus Nettigkeit das Amt bei den bis dato trainerlosen VfL-Volleyballern. Hinzu kommt, dass Bruns nicht die für die Regionalliga erforderliche B-Lizenz besitzt. Spätestens zur nächsten Saison bräuchte man also eine neue Lösung in Westercelle.

Die Situation bietet also wenig Anlass zur Hoffnung auf einen Punktgewinn für den VfL. „Aber vor dem Hinspiel waren wir auch der klare Außenseiter. Bis dahin war Vechta noch ungeschlagen“, erinnert sich Conrad an das Hinspiel im November.

Ein weiterer Anhaltspunkt für einen Punktgewinn der Westerceller, ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten, ist die zweiwöchige Pause, die hinter dem VfL liegt. „In diesen vierzehn Tagen haben wir sehr gut trainiert. Wir wissen alle, dass jetzt jeder Punkt zählt. Wir wollen am Samstag eine Mannschaft sein, die sehr engagiert ist und um jeden Punkt fightet“, verspricht Conrad. Wenn auch dann kein Punktgewinn zu Buche steht, müssen die Westerceller wie in den vergangenen Jahren auf jeden Fall bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt bangen.

Von Alexander Hänjes