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Lokalsport Volleyballer des VfL Westercelle geraten in Abstiegsnot
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16:28 02.02.2015
Von Heiko Hartung
Jonathan Hoffmann (Mitte) kehrte beim VfL Westercelle - ins Team zurück. Doch auch der Außenangreifer konnte - die Niederlage gegen Ammerland nicht verhindern. Quelle: Alex Sorokin
Westercelle

Aus dem fest eingeplanten Befreiungsschlag ist nichts geworden. In einer hochspannenden Partie verlor der VfL Westercelle sein Heimspiel am Samstag gegen die VSG Ammerland II mit 1:3. Es war die vierte Niederlage in Folge. Die einzelnen Satz-Ergebnisse (30:28, 27:29, 23:25, 24:26) verraten bereits die Dramatik in diesem Abstiegskampf-Duell. „Es war eine Partie auf Augenhöhe. Jeder einzelne Durchgang hätte auch andersherum ausgehen können“, sagt Torben Schiewe. Der VfL-Zuspieler konnte erneut nicht mitspielen. Er wurde am Tag vor der Partie am Mittelfuß operiert, nachdem er sich monatelang mit einer hartnäckigen Entzündung herumgeschlagen hatte.

Der nächste Rückschlag ereilte den VfL, der nach der Niederlage den vorletzten Rang und damit einen der beiden direkten Abstiegsplätze belegt, beim Warmspielen: Außenangreifer Robert Antowski, der wie auch Friedrich Lüdje aufgrund der personellen Probleme aus der zweiten Westerceller Mannschaft in den Kader berufen wurde, erlitt einen Fingerbruch und musste vor Spielbeginn ins Krankenhaus gebracht werden.

Im ersten Satz lag Westercelle, das wieder auf Andre Helm, Jonathan Hoffmann und Christian Stahnke zurückgreifen konnte, lange mit drei bis vier Punkten hinten. Doch dann wendete sich das Blatt und Westercelle kam über den 23:23-Ausgleich zum Satzgewinn. „Das hätte uns eigentlich Rückenwind geben müssen“, sagt Zuspieler Robin Schnittger. Doch im zweiten Satz verlief es genau andersherum: Westercelle führte vor gut 100 Zuschauern in der Burghalle lange, lag 22:18 vorn und hatte sogar einen Satzball. Doch die Ammerländer, die sich mit dem Sieg auf Tabellenplatz sechs festsetzten, fanden plötzlich die Lücken im Westerceller Block. „Wir haben es nicht geschafft, unser Abwehrverhalten anzupassen, hinzu kamen vermeidbare Fehler im Angriff“, so Schnittger. Die Folge: Der zweite Durchgang ging in der Verlängerung doch noch an die Gäste.

In der Folge blieb es ein nervenaufreibend enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Doch am Ende der Sätze drei und vier hatten die Ammerländer, die ihren fünften Sieg in Folge ausgelassen feierten, jeweils denkbar knapp die Nase vorn. „Da wäre mehr drin gewesen. Ammerland ist keine Laufkundschaft, aber wir hatten uns schon berechtigte Hoffnungen auf einen Heimsieg gemacht“, so Schnittger, der warnt: „Es bringt nichts, sich jetzt zu zerfleischen oder deprimiert zu sein. Wir müssen den Abstiegskampf annehmen.“

Die nächste Gelegenheit dazu ergibt sich bereits am Samstag im Heimspiel in der Hölty-Halle. Allerdings wird es nicht eben einfacher, denn mit Salzgitter kommt der aktuelle Tabellendritte nach Celle. „Wir sind aus den letzten Jahren mit dem TuS Bröckel ja Abstiegskampf gewöhnt. Bislang hat es immer gereicht – auch wenn wir zweimal in die Relegation mussten. Diese Erfahrung sollte uns helfen, in dieser brenzligen Situation die Ruhe zu bewahren“, meint Schiewe.