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Lokalsport Von den Lachtewiesen in die Weltspitze
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17:42 16.03.2012
Training auf den Lachtewiesen. Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Die Allround-Games werden in der sportlichen Form des kleinen Vierkampfes ausgetragen. Das heißt, alle Teilnehmer müssen über die Strecken 500 Meter, 1500 Meter und 3000 Meter absolvieren. Nur den besten bleibt es vorbehalten auf der vierten Strecke, dem Finale über 5000 Meter, zu starten.

Thomas Rumpf absolvierte am ersten Wettkampftag seinen Lauf über die 500 Meter vielversprechend. Nach einem sehr schnellen Start und einem problemlosen Wechsel konnte er noch weiter beschleunigen. Allerdings musste er die letzte Kurve auf der Innenbahn laufen und war von seiner hohen Geschwindigkeit selbst so überrascht, dass er sich einen kleinen Stolperer leistete. Trotzdem verfehlte er seine persönliche Bestzeit nur um wenige Hundertstel und belegte in 45,70 Sekunden Rang 22.

Der zweite Wettkampftag begann mit der den 1500 Metern. Auch hier konnte Rumpf wieder an seine persönlichen Bestleistungen anknüpfen. Auf der nun folgenden 3000-Meter-Stecke musste er seinen guten Leistungen Tribut zollen und konnte mit 4:52,37 dennoch den 23. Rang erreichen.

Insgesamt hatten 40 Aktive aus elf Nationen zu dem Rennen der AK45 gemeldet. Normalerweise hätte Rumpf kaum eine Chance gehabt, sich für das Finale zu qualifizieren. Aber zahlreiche Sportler mussten wegen Erkrankungen auf ihren Start verzichten. Das Pech der anderen Aktiven wurde zum Glück des 49-jährigen Cellers, der völlig überraschend im Finale am Schlusstag starten konnte. Das war für ihn selber derart unerwartet, dass er noch nicht einmal das Quartier für die letzte Nacht gebucht hatte.

Im Finale über 5000 Meter setzte sich der Celler deutlich gegen seinen Gegner Geir Nesset aus Norwegen durch. Die Zeit von Rumpf reichte für Rang 24 in der Gesamtwertung. Damit war er drittbester deutscher Teilnehmer.

Das Skate-Team Celle ist eigentlich für seine schnellen Inline-Skater bekannt. Aber seit drei Jahren hat der Verein auch eine kleine Eisschnelllaufsparte. Neben Thomas Rumpf ist Olaf Hermann als Trainer einer der Initiatoren, musste aber verletzungsbedingt in dieser Saison als Aktiver passen. Aber auch Martina Smutek hat den Schritt von den schnellen Rollen auf die messerscharfen Kufen gewagt. Sie ging bei den Rennen um den Berlin-Pokal und der offenen nordrheinwestfälischen Meisterschaft in Grefrath an den Start gegangen. Sogar im Jugendbereich zeigten die Celler mit Daniel und Martin Rumpf Flagge auf den nationalen Rennen.

Das Training auf dem Eis ist für die Celler recht schwierig zu organisieren. In den Herbstferien steht meist ein kleines Trainingslager in den Niederlanden an. Danach folgen, soweit es möglich ist, noch einige Trainingswochenenden. Ein Training in der Nähe, zum Beispiel in Mellendorf, ist nicht möglich, da die Nutzung der messerscharf geschliffenen Kufen im öffentlichen Eislaufen nicht zu verantworten und meist auch verboten ist. Exklusive Trainingszeiten für Eisschnellläufer gibt es nicht. Also fahren die Celler zum Training zu den richtigen Eisschnelllaufbahnen, meistens nach Holland. Wenn es der Winter mit den Eissportlern gut meint, so wie in diesem Jahr, dann wird natürlich vor Ort trainiert. So konnte man in diesem Winter die Eisschnellläufer auf den überfluteten Lachtewiesen bei Lachtehausen regelmäßig treffen.

Die sportliche Bilanz der der Celler Eisschnellläufer 2012: Thomas Rumpf, 4. DM Masters AK45, 4. Offene NRW-Allround-LM Herren, 6. Berlin Pokal Masters. Martina Smutek, 5. Offene NRW-Allround-LM Damen, 5. Berlin-Pokal Masters. Daniel Rumpf, 5. Offene NRW-LM AK 12/13. Martin Rumpf, 9. Offene NRW-LM AK 10/11.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt