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Lokalsport Wasseruhr: TSV Wietze muss Bußgeld zahlen
Sport Sport regional Lokalsport Wasseruhr: TSV Wietze muss Bußgeld zahlen
15:27 28.07.2017
Von Carsten Richter
Weil der TSV Wietze eine Wasseruhr zu spät installiert hat, hat der Landkreis Celle ein Bußgeld gegen den Verein verhängt. Quelle: Jens Büttner/dpa
Wietze

„Sicherlich hat der Landkreis rechtlich korrekt gehandelt“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Aber jede Behörde hat doch einen Ermessensspielraum. Hier wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen.“ Im Kreishaus beruft man sich in der Tat auf das Ordnungswidrigkeitsrecht. „Das bezieht sich darauf, vergangenes Fehlverhalten zu ahnden. Erst nach Aufforderung einer Mitarbeiterin, die jährlichen Wasserfördermengen zu melden, ist aufgefallen, dass keine Wasseruhr eingebaut wurde“, sagt Landkreis-Sprecher Holger Harms. Das Fehlverhalten des TSV Wietze sei also eindeutig nachweisbar.

Es genüge nicht, so Harms, die Jahresfördermenge schriftlich festzulegen – so ist der Wietzer Verein bislang verfahren. Die Vorschrift, die tatsächlich geförderte Wassermenge durch eine geeichte Messeinrichtung zu erfassen, war schon im alten Niedersächsischen Wassergesetz festgeschrieben und wurde 1993 in die Änderung des seitdem gültigen Gesetzes übernommen, wie der Landkreis auf CZ-Nachfrage erklärt.

Diese gesetzliche Grundlage war dem Verein nicht bekannt, Sauter hätte sich hier mehr Transparenz von der Verwaltung gewünscht. „Ich kann mir vorstellen, dass es anderen Vereinen genauso geht“, sagt er.

Das Bußgeld, das der Landkreis Harms zufolge „nach weiterer Überprüfung und Kulanzerwägungen“ von ursprünglich 278,50 Euro auf nunmehr 100 Euro reduziert hat, ist Sauter nun bereit zu zahlen. „Es ist zwar eine Ersparnis für uns, aber zufrieden bin ich mit der Lösung nicht.“