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Lokalsport Wathlinger Luftpistolen-Schützen starten holprig in Saison
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16:55 10.10.2016
Kristian Callaghan war am Wochenende besonders treffsicher und punktete gleich in beiden Luftpistolen-Wettkämpfen für den SV Freischütz Wathlingen. Gegen Olympiasieger Christian Reitz (kleines Foto) hatte der Wathlinger Christian Oehns keine Chance.  Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Wathlingen

SÜLFELD. Dabei hatten sich die Wathlinger Schützen für das Duell am Samstag gegen den SV Sülfeld einen Sieg fest vorgenommen. „Wir wollten gewinnen. Das war der Plan und die Chance war auch da“, sagt Oehns über den Wettkampf auf Augenhöhe. Kristian Callaghan und Torben Wolf punkteten für den SVW.

Die Entscheidung fiel zwischen Philip Aranowski und dem Sülfelder Frank Seeger in einem Stechen. Beide hatten 373 Ringe erzielt, sodass ein einzelner Schuss innerhalb von 50 Sekunden letztendlich die Entscheidung brachte: Seeger schoss die vollen zehn Ringe, Aranowski nur neun. „Knapper geht‘s nicht“, betont Oehns. „In dieser Situation ist Erfahrung ganz wichtig.“ Die hatte der 44-jährige Seeger unter anderem bei den Olympischen Spielen im Jahr 2004 gesammelt und nutzte sie zu seinem Vorteil. „Seeger war nervenstärker“, erkennt der Wathlinger Co-Trainer an.

Die knappe Niederlage gegen Kriftel war hingegen ein besseres Ergebnis als erwartet. Das Team um den diesjährigen Olympiasieger Christian Reitz war ein starker Gegner. „Wir gingen in den Wettkampf mit dem Credo: Wir haben keine Chance, und die wollen wir nutzen“, erzählt Oehns mit einem Augenzwinkern. Sein Sohn Christian Oehns duellierte sich mit dem Hall-of-Fame-Mitglied des Deutschen Schützenbundes und unterlag Reitz mit 13 Ringen Rückstand.

Callaghan und Aranowski waren gegen Kriftel erfolgreich und schossen zwei Punkte für das Wathlinger Team. An fünfter Position holte Benjamin Forke gegen Dirk Heinen bis auf drei Ringe auf, musste sich dann jedoch mit vier Ringen Rückstand geschlagen geben. Damit ging der Sieg an den hessischen Verein SV Kriftel. Die ersten beiden Wettkämpfe verändern die Aufstellung des SVW, sodass Callaghan auf die erste Position der Setzliste aufrückt. Ihm folgen Aranowski, Christian Oehns, Coral Kennerley und Dimitriy Dashevskiy.

Oehns ist trotz der beiden Niederlagen zum Auftakt der Bundesliga-Saison optimistisch. „Das wird bei uns noch besser“, verspricht der SVW-Teammanager. Man wachse mit seinen Aufgaben. Am 22. Oktober treffen die Wathlinger Sportler in Braunschweig auf die SSG Teutoburger Wald, am folgenden Tag auf den SV Schirumer Leegmoor. „Das sind die beiden Aufsteiger, gegen die müssen wir gewinnen“, gibt sich Oehns siegessicher.

Mit SB Broistedt und der Braunschweiger SG warten auf den SVW im Laufe der Saison noch weitere Herausforderungen. „Das wird ganz schwer“, kündigt der Co-Trainer an. „Braunschweig hat eine super Saison geschossen. Da müssen wir zur Höchstform auflaufen und zeigen, was wir wirklich können.“ Als „Angstgegner“ möchte Oehns jedoch keinen der Bundesligisten bezeichnen.

Im vergangenen Jahr haben die Wathlinger Luftpistolen-Schützen die Saison mit dem zehnten Tabellenplatz abgeschlossen. „Unser Ziel ist es, in der Bundesliga zu bleiben und uns besser zu platzieren als letzte Saison“, sagt der Teammanager. Langfristig würde er gerne mit seinen Schützen beim Finale der Deutschen Meisterschaft antreten. Nur die besten vier Teams der beiden 12er-Bundesliga-Staffeln Nord und Süd qualifizieren sich dafür. „Da sind wir aber noch ein Stück von weg“, ist Oehns realistisch.

Von Amelie Thiemann