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Lokalsport Wathlinger "Pistoleros" greifen wieder an
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18:06 26.09.2017
Von Heiko Hartung
Wathlingens Nummer eins: Christian Oehns.
Wathlingen

Erneut setzen die Wathlinger „Pistoleros“ auf die bewährte Mischung aus heimischen Schützen und ausländischen „Legionären“. So greifen der Engländer Kristian Callaghan (24) und die Waliserin Coral Kennerly (23) erneut zur Luftpistole, um die Geschosse aus zehn Meter Entfernung möglichst mittig ins „Schwarze“ zu platzieren. Allerdings darf pro Wettkampf immer nur ein Ausländer eingesetzt werden, sodass sich die Nationalteam-Schützen von der Insel abwechseln werden.

Neu im zwölfköpfigen Kader sind Jörn Nachtigall, Florian Ullrich und Jessica Schrader. Der 34-jährige Nachtigall schoss zuletzt für die SSG Grohnde und ist ein Schütze mit großen Erfahrungen bei Deutschen Meisterschaften. „Er soll uns in der Mitte der Setzliste stärken und kann auf Position drei oder vier schießen“, erklärt Oehns.

Ullrich kommt vom SB Broistedt, der über Jahre eine gewichtige Rolle in der 1. Bundesliga Nord gespielt hat und sich 2016 den Meistertitel sicherte. „Leider hat der Verein die Mannschaft aus finanziellen Gründen zurückgezogen“, weiß Oehns. Der 33-jährige Ullrich hat mehr als zehn Jahre Bundesliga-Erfahrung auf dem Buckel, steht jedoch eher als „Backup“ für ein oder zwei Einsätze zur Verfügung, weil er aus familiären Gründen kürzer treten will. „Wenn er schießt, ist Florian aber eine Bank“, sagt Oehns. Ullrich ist in Wathlingen gut bekannt und sogar seit Jahren Vereinsmitglied. Mit Erhard Oehns‘ Sohn Christian ist er früher bei Juniorenmeisterschaften auf Ringe-Jagd gegangen.

Die erst 17-jährige Jessica Schrader schoss bislang für den Celler Ortsteilklub SG Neuenhäusen und ist Junioren-Nationalkaderschützin. „Sie ist ein großes Talent, das wir behutsam an unser Bundesliga-Team heranführen wollen“, sagt Oehns senior.

Sein Sohn Christian geht laut Setzliste als Nummer eins der Wathlinger in die Saison. Für ihn steht ein Schnitt von 376,55 Ringen aus der vergangenen Saison zu Buche. Dahinter folgen Callaghan (376,00), Ullrich (373,11), Philip Aranowski (371,73), Kennerly (369,33), Nachtigall (366,50), Torben Wolf (364,88), Benjamin Forke (363,63), Cedric Cammann (363,50), Jan-Oliver Waßmann (360,50) sowie Dimitriy Dashevskiy und Schrader (ohne Einsätze). Einziger Abgang ist André Armgart, der aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Pistole greifen kann.

Favoriten in der zwölf Mannschaften starken Liga sind für Oehns die Braunschweiger SG, PSV Olympia Berlin, SV 1935 Kriftel und SV Bassum von 1848. „Wenn wir uns am Ende dahinter auf Platz fünf wiederfinden, wäre das ein toller Erfolg“, sagt Oehns. Zum Auftakt am ersten Oktoberwochenende trifft Wathlingen auswärts auf den SV Schirumer Leegmoor (Oehns: „Die haben wir letztes Jahr geschlagen) und auf Aufsteiger Raesfeld, die sich mit der Broistedter Nummer eins Jan Brückner (381,00 Ringe im Schnitt) top verstärkt haben.

Höhepunkt aus Freischütz-Sicht wird aber das Heimschießen in der Sporthalle Kantallee am letzten Wettkampftag (6./7. Januar). „Da wollen wir unseren Fans eine starke Vorstellung bieten“, wünscht sich Oehns. Und wer weiß, vielleicht reicht es für Wathlingen ja doch für Platz vier und damit für die Teilnahme an der Finalrunde um den Deutschen Meistertitel.