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Lokalsport Wathlinger Pistoleros siegen dank Bundesliga-Bestleistung im Doppelpack
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15:41 23.10.2017
Von Oliver Schreiber
ErhardOehns Quelle: Michael Schäfer
Wathlingen

„Wir sind natürlich sehr zufrieden mit diesen Resultaten. Von mir aus könnte die Saison jetzt zu Ende sein“, meinte Teammanager Erhard Oehns lachend. Denn nach momentanem Stand hätten die Freischützen die Endrunde der Deutschen Meisterschaft erreicht – die vier besten Teams der beiden Staffeln qualifizieren sich dafür. „Das ist natürlich unser Traum. Unser Saisonziel bleibt Platz fünf, dem kommen wir mit solchen Leistungen natürlich immer näher. Wir hätten aber auch nichts dagegen einzuwenden, wenn wir unter den ersten Vier landen“, so Oehns weiter.

Nach vier von elf Wettkämpfen hat sich eine Art Zweiklassen-Gesellschaft gebildet. Es sieht danach aus, als würden die ersten sechs Mannschaften um die Endrunden-Qualifikation kämpfen – und die letzten sechs gegen den Abstieg. „Das ist aus meiner Sicht nur eine Momentaufnahme. Braunschweig und Kriftel sind gesetzt, die werden sich auf jeden Fall qualifizieren. Dahinter kämpfen wir zusammen mit Berlin und Bassum um zwei weitere Plätze. Die Raesfelder, die ebenfalls 6:2 Punkte haben, schätze ich nicht so stark ein“, blickt Oehns bereits voraus.

Die Wathlinger haben bei den vom SV Falke Dasbach ausgerichteten Wettkämpfen ein deutliches Zeichen Richtung Konkurrenz gesetzt. In beiden Duellen erzielte der SVW ein Mannschaftsergebnis von 1869 Ringen. „Das ist unsere Bestleistung in der Bundesliga“, freute sich Oehns.

Apropos Bestleistung: Mit Kristian Callaghan, Torben Wolf und Cedric Cammann schafften drei Schützen jeweils persönliche Bundesliga Rekorde. Callaghans 382 Ringe waren allerdings gegen Tobias Kaulen auch dringend notwendig, um zu punkten. Auch der Pierer Schütze war in Topform und hatte nur einen Ring weniger.

Ähnlich dramatisch verlief das Duell zwischen Wathlingens Christian Oehns und Bart Liebens. Hier hatte der Pierer das bessere Ende für sich (376:375). Dasselbe Schicksal ereilte Oehns tags darauf auch gegen Marco Certoma von der SSG Teutoburger Wald – wieder verlor er mit einem Ring Unterschied (372:373). „Das war nicht sein Wochenende. Er hat sich nach eigener Aussage wie Pudding gefühlt, da lief nicht viel zusammen“, erklärt Vater Erhard Oehns.

Doch dies blieben die einzigen Wathlinger Niederlagen in den insgesamt zehn Duellen. Gegen Pier punkteten neben Callaghan noch Philip Aranowski (377:362 gegen Anne-Marlen Ohler), Wolf bereitete Astrid Au bei seinem 371:368-Sieg Schmerzen, zudem war Jörn Nachtigall bei seinem zweiten Einsatz erstmals für Wathlingen erfolgreich (364:358 gegen Lothar Münchow).

In der Begegnung mit den Sportschützen aus dem Teutoburger Wald reichte Callaghan zwar nicht an seine Leistung vom Vortag heran, seine 374 Ringe stießen allerdings bei seinem Kontrahenten Andrea Amore (367) auf wenig Gegenliebe. Aranowski bestätigte seine gute Verfassung (375:365 gegen Stefan Krause), Wolf (375:367 gegen Jakub Wasilewski) und Cammann (373:370 gegen Michael Quittschau) überzeugten jeweils mit persönlichen Bestmarken. „Wenn alle ihr Niveau halten und Christian auch wieder zu seiner gewohnten Form zurückfindet, sind wir im Rennen um die Plätze hinter Braunschweig und Kriftel voll dabei“, glaubt Oehns.

Sportschützen St. Sebastianus Pier 2000 – SV Freischütz Wathlingen 1:4 (1845:1869). Tobias Kaulen – Kristian Callaghan 381:382, Bart Liebens – Christian Oehns 376:375, Anne-Marlen Ohler – Philip Aranowski 362:377, Astrid Au – Torben Wolf 368:371, Lothar Münchow – Jörn Nachtigall 358:364.

SSG Teutoburger Wald – SV Freischütz Wathlingen 1:4 (1842:1869). Andrea Amore – Kristian Callaghan 367:374, Marco Certoma – Christian Oehns 373:372, Stefan Krause – Philip Aranowski 365:375, Jakub Wasilewski – Torben Wolf 367:375, Michael Quittschau – Cedric Cammann 370:373.