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Lokalsport Wathlinger Schützen bleiben an der Spitze
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18:41 10.12.2013
Philip Aranowski - holte zwei Punkte - für Wathlingen Quelle: Erhard Oehns
Bremerhaven

Die Pistolenschützen des SV „Freischütz“ Wathlingen haben weiterhin die erste Liga im Blick. Zumindest ist das Aufstiegsschießen greifbar nahe. Nach einem letztlich klaren 4:1-Erfolg über den Tabellenletzten SV Groß- und Kleinkaliber Hannover sowie einer knappen 2:3-Niederlage gegen Verfolger GTV Bremerhaven bleiben die Wathlinger an der Tabellenspitze.

Gegen Hannover schien die Aufgabe von der Papierform her eine leicht zu werden. Wathlingen traf als Tabellenführer auf den Ligaletzten. Die Hannoveraner hatten zuvor alle bisherigen Wettkämpfe verloren. Beide Teams begannen mit starken Zehner-Serien. Alle zehn Schützen schossen teilweise deutlich über 90 Ringe. Für Wathlingen waren das Christian Oehns (95), Philip Aranowski (95) und Cedric Cammann (96). Jan Oliver Waßmann (92) und Dmitriy Dashevskiy (90) konnten da nicht ganz mithalten. Nach 20 Schüssen war ein Trend abzusehen, auf drei Positionen lagen die Wathlinger vorn. Allerdings ließen sich die Gegner nicht abschütteln. In der dritten Zehner-Serie machte Dashevskiy seinen Rückstand von fünf Ringen fast wettmachen. Nach 97 Ring lag nur noch zwei Ring zurück. Der Hannoveraner ließ immer mehr nach. Am Ende gewann Dashevskiy mit 374:373 Ringe. Noch etwas bessere Ergebnisse erzielten Philip Aranowski (376) Christan Oehns (378) und der Jüngste im Team, Cedric Cammann (379). Allesamt holten einen Punkt für Wathlingen und so war die Niederlage von Jan-Oliver Waßmann mit 367 Ringen zu verkraften.

Anschließend stand die Begegnung gegen den Tabellenzweiten GTV Bremerhaven an. Der GTV hatte sein erstes Match gegen den PC Rendsburg verloren. Somit mussten sich die Bremerhavener mit einem Sieg gegen Wathlingen ihre Chance zur Teilnahme am Aufstiegsschießen zur 1. Bundesliga erhalten. Es entwickelte sich ein Wettkampf auf sehr hohem Niveau. Acht der zehn Schützen hatten ein Endergebnis von 370 Ringen und mehr, drei davon 380 Ringe. Auch nach 20 Schüssen war die Partie ausgeglichen. Auf Position eins, 190 Ringe, und auf Position vier, 187 Ringe, bestand Ringgleichheit. Auch die drei anderen Begegnungen waren noch nicht entschieden. Nach 30 Schüssen lag Christian Oehns trotz einer sehr guten 95er-Serie zurück. Sein Gegner, der Däne Frans Sörensen, schoss 98 Ring. Zu diesem Zeitpunkt lag Bremerhaven mit 4:1 vorn. Einzig Wathlingens Philip Aranowski hatte seinen Gegner im Griff und schoss mit 381 Ring das beste Tagesergebnis. Cedric Cammann konnte sich zum Ende des Wettkampfes nicht mehr steigern und verlor mit 370:375 Ring. Torsten Schwarz, der für Jan-Oliver Waßmann in die Mannschaft gekommen war, zeigte sein Können erst am Ende des Wettkampfes. Doch auch er verlor mit 368:371 Ringe. Dmitriy Dashevskiy zeigte sich nervenstark. Mit 93 Ring in der vierten Serie holte er mit 374:371 den zweiten Punkt für Wathlingen. Die Nummer eins der Freischützen, Christian Oehns, schoss konstant noch einmal 95 Ring und erreichte damit insgesamt 380 Ringe. Aber auch der Däne auf Bremerhavener Seite kam im Endergebnis auf 380 Ring. Ein Stechen musste über den Sieg entscheiden. „Der gefühlte Puls lag bei 200“, kommentierte Oehns die Phase vor dem entscheidenden Schuss. Der Wathlinger traf nur die acht, der Schütze aus Bremerhaven die Zehn und sicherte seinem Team somit den Sieg. Die Enttäuschung auf Wathlinger Seite war nur kurz. Die Freude über den ersten Tabellenplatz doch größer.

Von Erhard Oehns