Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Wathlinger Sportschützen haben Bundesliga-Aufstieg im Visier
Sport Sport regional Lokalsport Wathlinger Sportschützen haben Bundesliga-Aufstieg im Visier
11:23 31.01.2014
Von Oliver Schreiber
Sie zielen Richtung 1. Bundesliga: Die Luftpistolen-Schützen des SV Freischütz Wathlingen mit (von links) Torben Wolf, Dmitriy Dashevskiy, Jan-Oliver Waßmann, Andre Armgart, Philip Aranowski und Christian Oehns. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Wathlingen

An den 27. Januar 2013 kann sich Erhard Oehns noch gut erinnern – wenn auch ungern. Damals scheiterten die Luftpistolen-Schützen des SV Freischütz Wathlingen in Hannover-Wülferode im Aufstiegsschießen zur Bundesliga. „Da haben wir viel Lehrgeld gezahlt. Die Anspannung bei unseren Schützen war sehr groß, sodass sie ihre Leistung nicht abrufen konnten“, erklärt der Trainer, der die Wathlinger Mannschaft zusammen mit Klaus-Dieter Brand coacht.

Am Ende wurde Wathlingen nur Fünfter. Dies soll sich im zweiten Anlauf am Sonntag grundlegend ändern. Vor einem Jahr war das Team als Außenseiter in den Wettkampf gegangen, dieses Mal hat es gute Karten, sich gegen die anderen sechs Mannschaften durchzusetzen. Mindestens Platz zwei muss her, um den großen Traum von der 1. Bundesliga zu verwirklichen.

„Die Erfahrungen aus dem Vorjahr werden uns sicherlich helfen. Wenn man die einzelnen Ergebnisse der Meisterschaftsrunde betrachtet, haben wir durchaus gute Chancen. Aber so ein Aufstiegsschießen ist immer etwas Besonderes, da entscheidet die Tagesform. Es kann alles passieren“, glaubt Oehns.

Nach insgesamt 2800 Schüssen wissen die Wathlinger mehr. Es stehen zwei Wettbewerbe auf dem Programm, bei denen jeweils fünf Schützen pro Team 40 Mal auf die Scheibe feuern. Das Gesamtergebnis aller erzielten Ringe entscheidet dann über die Platzierungen. Der stärkste Gegner der Freischützen wird Bundesliga-Absteiger Sportschützen Fahrdorf sein. Ansonsten müssen sich die Wathlinger mit PSSG Dresden, Schützengilde Frankfurt (Oder), SV Falke Dasbach, SV Hegelsberg-Vellmer und GTV Bremerhaven messen.

Ein Vorteil für den SVW könnte sein, dass er die Anlage in Wülferode kennt und dort schon trainiert hat. Allerdings gibt es auch einen Nachteil. Die Wathlinger müssen auf ihre Nummer drei, Cedric Cammann, verzichten. Der will sich zeitgleich in Coburg für die Junioren-Europameisterschaften in Moskau qualifizieren. „Das ist schon bitter, dass das parallel stattfindet. Wir drücken ihm natürlich die Daumen“, so Oehns.

Für Cammann wird Jan-Oliver Waßmann in die Bresche springen. Der kommt wie Cammann im Durchschnitt auch auf 371 Ringe pro Wettkampf. Ansonsten stehen Christian Oehns (Schnitt: 378 Ringe), Philip Aranowski (374), Dmitriy Dashevskiy (371), Torsten Schwarz (365) und Torben Wolf (361) im Kader. Der erste Wettkampf beginnt um 11.45 Uhr, der zweite um 15.15 Uhr. „Ich gehe mal davon aus, dass unsere Schützen für den Aufstieg im Schnitt mindestens 370 Ringe schießen müssen. Ich hoffe, dass zahlreiche Fans die Jungs unterstützen werden“, sagt Oehns. Damit er sich in Zukunft immer wieder gerne an 2. Februar 2014 erinnert...