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Lokalsport Wer holt sich den Pokal? Handball-Spektakel in Hermannsburg
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16:29 28.02.2014
Müdens Neuzugang Maximilian Kirchhoff (beim Pass) - will mit seinen Teamkollegen die Sensation gegen Burgdorf II schaffen uns ins HVN-Pokalfinale einziehen. Quelle: Benjamin Westhoff
Hermannsburg

Einen echten Leckerbissen für Handball-Gourmets servieren die Köche des MTV Müden am Sonnabend in der Örtzetalhalle in Hermannsburg. Denn ab 15 Uhr sind die Landesliga-Handballer Ausrichter des Final-Four-Turniers um den HVN-Pokal. Direkt um 15 Uhr spielt Müden gegen den Nord-Drittligisten TSV Burgdorf II. Um 17.30 Uhr kommt es zum Duell des West-Drittligisten Wilhelmshavener HV gegen den Oberligisten Elsflether TB. Um 19.30 Uhr steigt bereits das Endspiel.

Es sind tolle Spiele zu erwarten, denn es tummeln sich gleich mehrerer Bundesliga-erfahrene Spieler auf dem Parkett und mit dem WHVer Oliver Köhrmann sogar ein Ex-Nationalspieler. Und das Beste: Kurzentschlossene können noch mitmischen bei diesem Handball-Fest vor sicher mehr als 400 Zuschauern in der proppenvollen Halle. Es gibt noch Restkarten an der Tageskasse. Erwachsene zahlen für den ganzen Spieltag acht Euro, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren vier Euro.

Müden freut sich natürlich immens auf die Partie gegen den Nachbarn aus der dritten Liga. Vor allem Steffen Müller ist vollkommen aus dem Häuschen, trifft er doch auf seine Ex-Kollegen. „Ich freue mich riesig auf das Duell gegen meine ehemaligen Mitspieler.“ Müller, der nach der Saison sogar die Mannschaftsfahrt der Burgdorfer mitmacht, hofft, dass seine MüdStefan ener „zumindest einigermaßen und eine Zeit lang mithalten können, um die eigenen Zuschauer zu begeistern. Das wird ein Klasse-Event.“ Burgdorf erlebt in der 3. Liga eine durchwachsene Saison. Zurzeit rangieren die Burgdorfer auf dem zwölften Platz im unteren Mittelfeld. In Burgdorfs Perspektivkader spielen Bundesliga-erfahrene Akteure wie Hendrik Pollex, Timo Kastening oder Julius Hinz. Und mit Frederic Repke und Jonathan Semisch kehren an diesem Wochenende zwei wichtige Akteure zurück in den Kader des Ex-Nationalspielers und TSV-Trainers Sven Lakenmacher.

Dennoch will Müden den Kopf vor dem Duell mit dem drei Klassen höher spielenden Gegner nicht in den Sand stecken, zumal Burgdorf bereits gestern in der Liga gegen Potsdam antreten musste. „Wir sind auch mit ein paar guten Spielern gespickt. Vergangenes Jahr ging Steffen Müller noch für die Burgdorfer auf Torejagd. Und mit Florian Laubenstein, Marc Katenz, Henric Müller, Maxi Kirchhoff und Clemens Hüsken sowie Kai Nissen im Tor stellt Müden eine gute erste Sieben auf die Platte“, glaubt MTV-Coach Markus Haydl. „Wir freuen uns alle auf dieses tolle Event, das wir hier bei uns austragen dürfen“, fährt er fort. „Meine Jungs sind hoch motiviert, wissen aber, dass es schier unmöglich ist, zu gewinnen, aber wir glauben an eine Pokalsensation. Die könnte es geben, wenn wir einen Sahnetag erwischen und die Gäste aus Burgdorf sehr lange ärgern können.“

Im zweiten Spiel treffen der Wilhelmshavener HV (Tabellendritter in der 3. Liga West) und der Elsflether TB (Tabellenzehnter der Oberliga Nordsee) aufeinander. Auch hier ist die Favoritenrolle klar an ein Team vergeben: das aus Wilhelmshaven. Der Ex-Bundesligist hat mit Oliver Köhrmann (letzte Saison noch in Großwallstadt) einen genialen Spielmacher dabei. Aber auch der verletzte Georg Auerswald (Minden), Evgeny Vorontsov (TuSEM Essen), Sebastian Maas (SC Magdeburg) oder Christoph Trinks (HSV Hamburg) trugen bereits die Trikots namhafter Vereine. Dennoch will der WHV die Favoritenrolle nicht vorbehaltlos übernehmen: „Das ist kein Spaß-Turnier und wird auch kein Spaziergang“, sagt Manager Dieter Koopmann.

Der Gegner aus Elsfleth hat mit dem Turnier so seine Schwierigkeiten. „Klar sind wir Außenseiter. Aber der Termin für uns ist äußerst unglücklich, da einige Spieler in Prüfungen stecken und andere privat verhindert sind“, sagt die Vorsitzende des ETB-Förderkreises Nathalie Adami: Deren Mann Ulrich ist nicht nur die Woche über beruflich in Shanghai gewesen, sondern gleichzeitig Coach der Damen, die ebenfalls das Final Four in Hannover erreicht haben. Prognose: Der WHV wird das Spiel deutlich gewinnen.

Von Stefan Mehmke