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Lokalsport Westercelle dominiert Fußball-Bezirksliga-Spiel gegen SV Nienhagen
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21:18 05.03.2017
Der SV Nienhagen zeigte sich mit Christopher Hempel (links) kämpferisch, doch letztlich erspielte sich der VfL Westercelle die besseren Chancen. Philipp Boie (am Ball) gelang es allerdings nicht, seine Tormöglichkeit zu verwandeln. Quelle: Oliver Knoblich
Nienhagen

Matchwinner war Westercelles Alexander Laube, der dem VfL mit einem Doppelpack den Sieg sicherte. „Auch wenn in der ersten Halbzeit unser Umschaltspiel nicht so gut geklappt hat, waren wir insgesamt die spielerisch bessere Mannschaft“, zeigte sich VfL-Trainer Heiko Vollmer unterm Strich zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

So entwickelte sich auf dem holperigen Geläuf von Beginn an ein munteres und offenes Spiel, in dem beide Teams den Weg nach vorne suchten. „In den ersten 20t Minuten waren wir sogar die bessere Mannschaft“, meinte SVN-Trainer Marc Knauer, dessen Spieler Christian Grabowski ein ständiger Unruheherd in der Hälfte des VfL war.

So langsam erarbeiteten sich die Gäste dann aber ein Chancenplus. Mit einem Freistoß prüfte Daniel Weiss (22.) SVN-Torwart Tews, der das Leder gerade noch aus dem Eck boxte. Dann bugsierte Marcel Sefczyk (30.) das Spielgerät nach einer Flanke von Philipp Boie mit artistischer Hackeneinlage knapp über den Querbalken. Nachdem Tews in höchster Not gegen Boie retten konnte (35.), war es SVN-Kapitän Christopher Hempel, der einen Kopfball (43.) von der Torlinie schlug.

In der zweiten Spielhälfte wurde die spielerische Überlegenheit der Gäste dann noch deutlicher, aber die Nienhäger Defensive hielt dem Druck zunächst stand. Ein individueller Fehler des sonst sehr starken SVN-Torwarts Dimitri Tews brachte den VfL dann auf die Siegerstraße. Im Anschluss an einen Rückpass spielte Nienhagens Schlussmann den zwanzig Meter vor dem SVN-Tor stehenden Maurice Thies in die Füße, der gedankenschnell den nächsten VfL-Angriff einleitete. Dem SVN gelang es wiederholt nicht, das Leder aus dem Strafraum zu befördern, bevor Thibor Kohlheb Westercelles Daniel Weiss dann glasklar von den Beinen holte. Laube schnappte sich das Leder und verwandelte den fälligen Strafstoß überaus sicher zum verdienten 0:1-Führungstreffer (59.).

Danach bestimmten die Gäste weiterhin das Spiel, ließen aber auch Torchancen der Gastgeber zu. In der 61. Minute reagierte VfL-Torwart Heuer prächtig bei Grabowskis Weitschuss. Dann hätte sich der VfL nicht über den Ausgleichstreffer beschweren dürfen, aber der eingewechselte Matthias Behrens verstolperte aus kurzer Distanz freistehend die Riesenchance (75.) zum Ausgleich.

Besser machten es eine Minute später die Gäste. Nach tollem Doppelpass mit Sefczyk vollstreckte erneut Laube (77.) zum 0:2. Das sorgte zwar für die Vorentscheidung, beruhigte aber nicht die oftmals hitzigen Gemüter. Obwohl es insgesamt ein hartes, aber nicht wirklich unfaires Spiel war, musste Schiedsrichter Lars-Patrick Assmann zehn Gelbe und eine Gelb-Rote Karte zücken. Letztendlich konnte der SVN die cleveren Gäste nicht mehr in Bedrängnis bringen.

„Schade, dass wir den Erfolg des VfL durch einen individuellen Fehler eingeleitet haben. Mit ein wenig Glück wäre vielleicht ein Remis drin gewesen. Insgesamt haben wir aber zu kompliziert gespielt“, sagte SVN-Trainer Marc Knauer nach der Partie.

Von Jochen Strehlau