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Lokalsport Westerceller Ju-Jutsuka Fukas holt Bronze
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18:49 23.06.2016
München

MÜNCHEN. Der Westerceller begann konzentriert, konnte schnell Punkte in Part II (Würfe) durch einen Ausheber und danach einen weiteren Ippon für eine Würgetechnik am Boden sammeln. Den noch fehlenden Ippon (Punkt) in Part I (Schlag- u. Tritttechniken), für einen vorzeitigen Sieg, holte sich Fukas dann durch eine schnelle Schlagkombination.

Schon der zweite Kampf war das vorweggenommene Finale. Hier traf Fukas auf seinen letztjährigen Finalgegner Moritz Rödler aus Rastatt. Nach einem ersten Angriff konnte sich Rödler zuerst Punkte im Part I sichern, doch Fukas konterte umgehend und punktete ebenfalls. Nach einem missglückten Schulterwurf von Rödler ging der Kampf am Boden weiter, wo Rödler die Oberhand gewann und durch einen Armstreckhebel einen Ippon holte. Doch Simon Fukas steckte nicht zurück. Wieder im Stand, versuchte er selber einen Ausheber, konnte seinen Gegner zwar nicht sauber zu Boden bringen, erarbeitete sich aber sofort eine Würgetechnik und sicherte sich ebenfalls einen Ippon in Part III. Bei nur noch 30 Sekunden Kampfzeit belauerten sich beide Kämpfer und versuchten nun, Punkte mit Schlag- und Trittkombinationen zu sammeln. Bis neun Sekunden vor Schluss konnte sich Fukas eine Zwei-Punkte-Führung erarbeiten, wurde aber nach einer kleinen Unachtsamkeit mit einem Fußfeger zu Boden gebracht, was Rödler den noch fehlenden Ippon in Part II einbrachte und damit den Sieg in diesem Kampf.

Jetzt hieß es, die Niederlage schnell abzuhaken und sich auf die Kämpfe um Platz drei zu konzentrieren. Mit zwei souveränen Siegen konnte sich der Westerceller gegen Benjamin Vogler vom TuS Berne und Nikolas Holl aus Schwäbisch Hall durchsetzen und stand gegen Florian Knefel aus Rhede im kleinen Finale. Hier ließ Fukas nichts anbrennen, ging von Anfang an ein hohes Tempo und sicherte sich den Sieg vorzeitig nach 38 Sekunden und damit die Bronzemedaille.

In ihrem ersten Wettkampfjahr hatte es Melissa Chevalier geschafft, sich in der Klasse bis 44 Kilogramm als Norddeutsche Meisterin für diese Meisterschaften zu qualifizieren. Entsprechend nervös begann sie ihren ersten Kampf gegen Sophie Körner aus Herzogenaurach. Nach einem offenen Schlagabtausch, bei dem beide Athletinnen Punkte mit Schlägen und Tritten sammelten, wurde der Kampf verbissen am Boden weitergeführt. Hier konnten sich beide einen Ippon für eine Haltetechnik erarbeiten. Knapp zehn Sekunden vor dem Ende lag Chevalier noch zwei Punkte zurück, holte sich aber durch eine schnelle Schlagkombination den entscheidenden Ippon in Part I und entschied den Kampf letztendlich doch noch für sich. Die nächste Gegnerin war Anna Körber aus Wüstems. Die Westercellerin konnte den Kampf lange ausgeglichen gestalten, musste sich aber letztendlich der späteren deutschen Meisterin geschlagen geben. Im Kampf um Platz drei, gegen Eileen Heß, bekam es Chevalier erneut mit einer sehr erfahrenen Gegnerin zu tun. Mit großem Kampfgeist versuchte sie, das hohe Tempo der Hessin mitzugehen. Dennoch musste sich die Westercellerin am Ende mit dem fünften Platz zufriedengeben.

„Melissa konnte weitere wichtige Erfahrungen bei einem großen Turnier sammeln und hat sich durch ihre überzeugende Leistung mit einem guten fünften Platz belohnt. Simon hat mit dem dritten Platz erneut gezeigt, dass er national zu den Spitzenkämpfern in seiner Klasse zählt“, waren sich die Trainer Alexey Volf und Karsten Sell einig und sehr zufrieden mit den erreichten Platzierungen.

Von Sebastian Nickel