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Lokalsport Wichtige Punkte für Müdener Verbandsliga-Handballer in Wietzendorf
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17:23 13.03.2017
Gegen dern sechsfachen Torschützen Malte Herbst (Mitte) fand die HildesheimerDefensive, hier mit Marvin Mühlbach (links) und Ulrich Max Berthold, kein rechtes Mittel. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

SV Altencelle –

Eintracht Hildesheim II 28:27 (15:13)

Als Lukas Schieb nach knapp vier Minuten das 1:3 für Eintracht Hildesheim II warf, schien alles seinen geregelten Gang zu gehen. Der Favorit beherrschte das Geschehen – glaubte das aber vor allem selbst und zeigte das auch offen. Doch da hatten die Gäste die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Ab jetzt schenkten die Altenceller ein. Nach gut zehn Minuten hatte Daniel Mummert mit drei Treffern nacheinander einen Lauf – also stand es 8:6. Dann legte Henrik Weinmann seine anfängliche Zurückhaltung ab und begann mit dem Torewerfen – und es stand 11:6 (17.).

Doch anstatt den Vorsprung sicher zu verwalten, spielte der Gastgeber jetzt wieder überhastet und leistete sich zu viele technische Fehler. So schafften die Gäste zwar das 12:11, den Ausgleich aber nicht. Das galt auch für den zweiten Abschnitt. Der SVA führte stets, angetrieben von den fleißigen Trommlern. Nach gut 48 Minuten hieß es scheinbar beruhigend 23:19. Aber die Zuschauer hatten stets das mulmige Gefühl, das Spiel könne noch kippen. Daran änderte auch der gekonnte Wischauftritt des SVA-Urgesteins Harald Schwöbel nichts, der alles trocken bekam. Altencelle zitterte, hatte am Ende sogar ein wenig Glück mit den Eyendorfer Schiris.

Die Spannung kulminierte in der 59. Minute: Malte Herbst trat beim 27:26 zum Strafwurf an – und traf sicher zur endgültigen Entscheidung. „Das war am Ende vielleicht glücklich, aber auch verdient“, sagt der rundum zufriedene Team-Manager Reinhard Roselieb. Kein Wunder, denn das dürfte der Klassenerhalt gewesen sein.

SV Altencelle: Schroer, Kibellus – Mummert (6), Michelmann, Scherbanowitz (1), Kisser (4), Wernig (1), Weinmann (5), Schmidt-Kolberg (2), K.-M. Nowak (3), Herbst (6/2).

TSV Wietzendorf –

MTV Müden

31:32 (17:14)

Als die Partie begann, saßen die Gäste noch in der Kabine – und lagen nach sieben Minuten 0:6 hinten. Doch eine Auszeit des MTV wirkte Wunder: Müden kam ins Spiel und verkürzte. In der 19. Minute kam der MTV erstmals auf zwei Treffer (10:12) heran. Der Fehlstart wiederholte sich nach dem Seitenwechsel nicht. Über eine gute Deckungsarbeit holten sich die Örtzetaler die nötige Sicherheit, die Außenspieler Marc Katenz und Nico Parpart erzielten einige schnelle Tore. In der 40. Spielminute ging Müden erstmals 23:22 in Führung. Wietzendorf bekam jetzt merklich Probleme mit Müdens Abwehr, sodass sich der MTV sogar einen Vier-Tore-Puffer erspielte und sechs Minuten vor dem Ende 30:26 führte. Die Gastgeber ließen zwar nicht locker, aber Müden brachte den Sieg knapp über die Ziellinie.

„Wir sind froh über diese Big Points. Leider haben wir in der Anfangsphase das Spiel total verpennt. Dass wir uns da wieder rausgekämpft haben, war klasse. Die zweite Halbzeit war wesentlich besser. Da hatte es in Abwehr und Angriff gestimmt. Insbesondere Kai Nissen hat gut gehalten. Er war ein Garant für den Sieg“, fasste Coach Markus Haydl den so wichtigen Sieg zusammen.

MTV Müden: Zywicki, Jablonski und Nissen; Witte (11), Katenz (9), von Bothmer (4), Ahrenbeck, S. Müller (je 3), Parpart (2), Ehlert, C. Hüsken, Kohlmeyer, Worthmann, D. Hüsken.

Von Stefan Mehmke