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Lokalsport Wieckenberger Europameisterin schläft mit Medaille unterm Kopfkissen
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04:43 28.02.2018
Quelle: Anne Friesenborg
Wieckenberg

„Ich bin total glücklich“, freute sich Nielsen über ihren Triumph, den sie zunächst gar nicht richtig begreifen konnte. „So richtig werde ich das wohl erst morgen früh verstehen, wenn ich mit der Medaille unter dem Kopfkissen geschlafen habe“, teilte die 27-Jährige auf ihrer Facebook-Seite mit.

Immerhin handelt es sich um den bislang größten Erfolg ihrer Karriere. Und über den freute sich auch ihr langjähriger Trainer Enrico Friedemann: „Ihr Sieg war ein sehr emotionaler Moment.“ Denn zuvor hatten die beiden einen Abschied zu verschmerzen. Friedemann betreute Nielsen lange Zeit nicht nur als Trainer des SV Wieckenberg, sondern auch als dänischer Nationaltrainer, bevor er im vergangenen Jahr in die Schweiz wechselte. Für Nielsen war dieser Verlust nur schwer zu verkraften, auch wenn Friedemann weiterhin Trainer des SVW bleibt.

Insbesondere, da auch ihre Leistungen im Training nachgelassen hatten. „Ich habe ihr gesagt, es wird auch so weitergehen. Und dieser Sieg ist nun ein besonderer Erfolg, da sie sich damit selbst bewiesen hat, dass es nur auf sie ankommt“, so Friedemann.

Dass sie sich mit dem Titel zurück in die Erfolgsspur gebracht hat, war zu Beginn des Wettkampfs nicht zu erwarten. Zwar zählt die Topschützin des SV Wieckenberg zu den besten Athletinnen ihrer Disziplin in Europa, doch auf diesem hohen Niveau ist die Leistungsdichte besonders hoch. „Unter den Top 15 gibt es keine Favoriten“, erklärt Horst-Dieter Ruschel Vorsitzender der Wickenberger Schützen. „Da kommt es auf die Tagesform an und, wie überall im Sport, auch auf das nötige Quäntchen Glück.“

Außerdem trat Nielsen gegen Profis an, die nichts anderes tun, als Schießen. Zu diesen Berufssportlern kann sich die ehrgeizige Dänin nicht zählen. Denn neben dem Sport absolviert sie ein Studium der Erziehungswissenschaften. „Sie kommt grob geschätzt auf etwa 20 Stunden Training in der Woche“, so Friedemann. „Das ist eigentlich zu wenig. Auf diesem Niveau sind eher 40 Stunden normal.“ Dass sie am Ende dennoch siegreich war, zeugt auch von ihrem enormen Talent. „Dieser Erfolg ist ihr hoch anzurechnen. Er zeigt ihre große Hingabe, und wie sehr sie es wollte“, so Friedemann.

Auch wenn Nielsen während der Qualifikation mit einem Ergebnis von 627,6 Ringen hinter Andrea Arsovic (628,4 Ringe) „nur“ auf Platz zwei ins Finale einzog, behielt sie bis zum Schluss die Nerven. Das galt nicht für alle Schützinnen. Die Ergebnisse im letzten Schießen bestätigen die enorme Leistungsdichte. So landete Arsovic am Ende nur auf Platz sieben und damit auf dem vorletzten Platz unter den besten acht Finalistinnen.

Für Nielsen ging es nach der gewonnenen Europameisterschaft im Einzelschießen erfolgreich weiter. Denn auch mit dem dänischen Nationalteam holte sie Edelmetall. Zusammen mit ihren Teamkameradinnen Rikke Ibsen und Line Petermann sicherte sie sich Silber. Sieger im Luftgewehr-Teamschießen wurde Rumänien.

Nach dem fünften Spieltag in der Tennis-Landesliga Damen sind über dem Team des VfL Westercelle II Abstiegswolken aufgezogen. Denn nach der 1:5-Heimniederlage gegen den bisherigen Tabellenletzten TC Lilienthal ist das VfL-Team selbst Inhaber der roten Laterne. Angesichts der Aufgabe, die auf das Westerceller Team im letzten Saisonspiel wartet, wird es schwer werden, den drohenden Abstieg in die Verbandsliga noch abzuwenden.Am kommenden Sonntag geht es für die VfL-Damen gegen das unbesiegte und bereits als Oberliga-Aufsteiger feststehende Team der Celler Tennisvereinigung.

Uwe Meier 28.02.2018

Das war knapp: Die Volleyball-Damen des SV Nienhagen haben mit 3:2 (30:28, 23:25, 23:25, 25:23, 15:5) beim ASC 46 Göttingen gewonnen. Angesichts der Tabellensituation in der Volleyball-Oberliga der Frauen sah es vor dem Spiel nach einer eindeutigen Angelegenheit aus. Die Nienhägerinnen reisten als souveräner Spitzenreiter zum Vorletzten nach Göttingen. Aber dann entwickelte sich eine spannende Partie, auf der sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegneten.

Heiko Hartung 27.02.2018

Zwei große Siege haben die Celler Mannschaften am 17. Spieltag der Handball-Landesliga der Männer gefeiert. Der MTV Müden schlug den TSV Wietzendorf überraschend deutlich mit 24:15 (12:9) und behauptete dadurch Platz vier in der Tabelle vor den Gästen. TuS Bergen setzte noch einen oben drauf und gewann beim MTV Eyendorf. Nach dem 29:26 (14:13) beim Tabellenzweiten ist Bergen zwar weiter Sechster, schloss aber nach Punkten mit Wietzendorf auf Rang fünf auf. Für den HBV 91 Celle lief es dagegen nicht rund. Die Bären verloren das so wichtige Spiel bei der SG Luhdorf-Scharmbeck mit 31:34 (17:18) und haben als Tabellenletzter jetzt schon vier Punkte Rückstand auf den Drittletzten aus Luhdorf.

27.02.2018