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Lokalsport Wieckenbergerin Melissa Ruschel misst sich mit der Weltelite
Sport Sport regional Lokalsport Wieckenbergerin Melissa Ruschel misst sich mit der Weltelite
16:36 30.07.2018
Von Uwe Meier
Melissa Ruschel SV Wieckenberg Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Wieckenberg

Suhl. „Dort dabei zu sein, war mein Ziel. Es geschafft zu haben, macht mich schon richtig stolz“, sagt Melissa Ruschel. Das harte und intensive Training der vergangenen Monate hat sich gelohnt. „So ganz realisiert habe ich es noch nicht. Natürlich freue ich mich darauf. Südkorea ist ja auch nicht gerade um die Ecke.“

Darüber hinaus belegte die Sportschützin des SV Wieckenberg im Wettbewerb ,60 Schuss liegend‘ den dritten Platz. Auch in dieser Disziplin wird sie bei der WM vor die Zielscheiben treten. Ihre Schwester Isabell wurde in Suhl hingegen nicht unbedingt vom Glück verfolgt. In der Disziplin ,Luftgewehr 60 Schuss‘ fehlten am Ende 0,7 Ring zum Erreichen der WM-Qualifikation. „Das ist so knapp, das kann man mit dem bloßen Auge gar nicht erkennen“, erzählt Vater Horst-Dieter Ruschel, der zugleich Vorsitzender der Wieckenberger Schützen ist. „Natürlich war sie etwas niedergeschlagen und traurig.“ Und ihre Zwillingsschwester Melissa fügte an: „Das war für Isabell natürlich richtig knapp. Ich habe versucht, sie ein bisschen zu trösten.“

Auch nicht bei der WM dabei sein wird Tina Lehrich. Sie hatte im Kleinkaliber-Wettbewerb die Qualifikation den neunten Rang erreicht. „Für Tina steht momentan klar ihr Studium im Mittelpunkt. Da fehlen dann einfach ein paar Trainingseinheiten“, so Horst-Dieter Ruschel.

Dennoch wird der SV Wieckenberg bei der WM mit drei Schützen aus dem Bundesligakader vertreten sein. Neben Melissa Ruschel haben sich auch die Dänin Stine Nielsen und der Norweger Henrik Larsen in ihren Heimatländern für die Titelkämpfe qualifiziert.

Melissa Ruschel hatte bereits nach der ersten Qualifikationsrunde zwei Wochen zuvor die Konkurrenz angeführt. „Da war die Qualifikation schon in Reichweite. Und irgendwie habe ich mir deshalb auch gute Chancen ausgerechnet“, erzählt die Schülerin der KGS Hemmingen, einem Sportinternat. Am Ende konnte sich das erzielte Ergebnis der Juniorin sehen lassen. Nach insgesamt vier Wettbewerben erzielte Ruschel 4664 von 4800 Ring (Schnitt: 1166) bedeuteten Bestwert in der Qualifikation. Selbst in der Wertung der Damen kam keine Schützin an diese Leistung heran. „Das ist schon Weltklasse“, zeigte sich Horst-Dieter Ruschel von der Leistung seiner Tochter begeistert. „Bei den Olympischen Spielen wäre sie damit in den Endkampf eingezogen.“ Und das wären dann immerhin die acht besten Schützinnen der Welt.

Melissa selbst will es jetzt kurzzeitig erst mal etwas ruhig angehen lassen und eine Woche Trainingspause einlegen. Eigentlich sollte es heute bereits zum Alpen Cup nach Frankreich gehen. „Doch die Bundestrainerin hat gemeint, dass ich es etwas abschalten sollte. Deshalb habe ich darauf verzichtet.“ Spätestens am 9 August geht es allerdings weiter. Dann treffen sich alle deutschen WM-Teilnehmer zu einem fünftägigen Trainingscamp in Suhl.

Kurz vor Schluss hatte der Schiedsrichter ein Einsehen. Beim Stand von 9:1 (4:1) für den MTV Eintracht Celle pfiff der Unparteiische das Finale um den Portapokal gegen eine Verlegenheitsmannschaft von Arminia Hannover zehn Minuten vor dem Ende ab. Sonst wäre das Ergebnis, das ohnehin schon ein Rekord in der Geschichte des traditionellen Vorbereitungsturniers in Ramlingen war, wohl zweistellig geworden. „Es ist schön, dass wir den Pokal gewonnen haben“, sagte Hilger Wirtz, der Trainer des Landesligisten. „So leicht wird es in den nächsten Jahren definitiv nicht mehr werden.“

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