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Lokalsport Wietzenbruch rettet Sieg in Unterzahl ins Ziel
Sport Sport regional Lokalsport Wietzenbruch rettet Sieg in Unterzahl ins Ziel
20:01 03.09.2017
Wietzenbruchs Sebastian Kunze (links) klärt - den Ball vor Borstels Gerit Nowostawski. Quelle: Michael Schäfer
Wietzenbruch

Dazu gab es in der schwachen ersten Halbzeit eines ausgeglichenen Spiels auch keinen Grund. Die Gastgeber standen zu weit weg vom Mann und spielten zahlreiche Fehlpässe. Nur in den ersten zehn Minuten gelang es den Wietzenbruchern, die durch Moussa Doumbouya fast in Führung gegangen wären, Druck zu machen. Eine heftige Halbzeitansprache von Coach Bergmann zeigte ihre Wirkung. Wie verwandelt kamen die Blau-Roten aus der Kabine. „Da haben wir gleich mehrere Gänge hochgeschaltet. Erst jetzt sind wir richtig in die Zweikämpfe gekommen. Dynamik und Körpersprache waren nun eine ganz andere“, freute sich Bergmann, der in dieser Phase sogar von der besten Saisonleistung sprach.

Als der SCW in der 52. Minute 25 Meter vor dem Tor einen Freistoß zugesprochen bekam, schnappte sich der eingewechselte Mario Becker den Ball und zimmerte diesen flach an der Mauer vorbei zur 1:0-Führung in die Maschen. Und die Gastgeber machten weiter mächtig Alarm: Ergün Temel spielte zwei Gegenspieler aus und leitete weiter auf Routinier Kais Manai. Dieser bediente Doumbouya, der den Torwart ausspielte und zum 2:0 (63.) einschoss. 250 Zuschauer am „Alten Kanal“ waren aus dem Häuschen. Aber als Mario Becker in der 73. Minute wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz flog, kam ein Bruch ins Spiel des SCW. Jetzt waren die Gäste am Drücker. Diese waren in der 71. Minute zum Anschlusstreffer gekommen. Nach großer Verwirrung im Wietzenbrucher Strafraum bekam der MTV Borstel-Sangenstedt einen Foulelfmeter zugesprochen, den Marvin Missfeld sicher verwandelte. „In der Schlussphase hatten wir auch Glück als unserem Torwart Petersen der Ball nach einem Innenpfostentreffer in die Arme sprang“, gab Bergmann zu. Doch am Ende stand der verdiente Wietzenbrucher Erfolg zu buche. „Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung des Teams. So darf es gerne weitergehen“, meinte der SCW-Trainer.

Von Jochen Strehlau