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14:49 09.11.2018
Von Oliver Schreiber
Wieviele Kunstrasenplätze braucht der Kreis Celle - und wo sollen sie entstehen? Diese Fragen soll eine Bedarfsermittlung der Kreisverwaltung klären. Quelle: Thomas Körbel
Celle

Wie viele Kunstrasenplätze für Fußballer braucht der Landkreis Celle? Genau diese Frage wird demnächst detailliert erörtert und beantwortet. Der Kreissportausschuss hat eine Bedarfsermittlung durch die Verwaltung einstimmig beschlossen und ist damit einem entsprechenden Antrag der SPD-Fraktion gefolgt. „Das ist eine gute Nachricht für die Sportler“, meinte der Vorsitzende des Celler Kreissportbundes, Hartmut Ostermann, bei der Ausschusssitzung. Dort hat er eine so genannte „beratende Stimme“.

Damit hat die Politik den Startschuss für die Entstehung von weiteren Kunstrasenplätzen in der Region Celle gegeben. Im Stadtgebiet wird beim VfL Westercelle mit großem Engagement ein solches Großprojekt gerade realisiert, in Wietzenbruch gibt es bereits ein Kleinspielfeld, ebenso in Wietze. Zudem soll im neuen Winser Sportpark ein großer Kunstrasenplatz gebaut werden, damit wäre der Westen des Landkreises schon einmal (grund-)versorgt.

Doch damit ist der Bedarf noch längst nicht abgedeckt, zusätzlich müsste wohl in allen drei anderen Himmelsrichtungen mindestens je ein Spielfeld entstehen. In einigen Kommunen ist das Thema Kunstrasenplätze bereits auf der Agenda. Zum Beispiel in Nienhagen. Dort hat der Umwelt- und Bauausschuss der Verwaltung empfohlen, Informationen zum Bau eines möglichen Kunstrasenplatzes einzuholen.

Das Problem sind die relativ hohen Anschaffungskosten von mindestens rund 500.000 Euro für den Bau eines Kunstrasenplatzes – ohne Folgekosten wohlgemerkt. Die Sportvereine alleine können das nicht stemmen, auch die Gemeinden kommen an ihre Grenzen. Daher müssen alle Parteien mit ins Boot geholt werden – Landkreis, Gemeinde, Sportvereine, Sportbünde und die Regionalstiftung der Sparkassen. Ostermann brachte bei der Ausschusssitzung auch noch das Land Niedersachsen ins Spiel. Ein Teil des VW-Bußgeldes in Höhe von einer Milliarde Euro, dass der Autokonzern im Zuge des Abgasskandals an die Landeskasse zahlen musste, soll in die Sportförderung fließen. „Hier sollte man eruieren, inwiefern da Gelder in Anspruch genommen werden können. Es ist allerdings Eile geboten, da entsprechende Antragsfristen eingehalten werden müssen“, erklärte Ostermann.

Bei der nun anstehenden Bedarfsermittlung durch die Kreisverwaltung wirken auch der KSB und der NFV-Kreis Celle mit. „Es müssen alle an einem Strang ziehen, wenn wir im Landkreis Kunstrasenplätze erschaffen wollen. Es muss vor allem gewährleistet sein, dass der Platz nicht nur von einem Verein, sondern möglichst von allen umliegenden Vereinen genutzt werden kann“, meinte Ostermann.

Gerald Sommer benannte noch einen weiteren wichtigen Aspekt. „Bei allem Hype um Kunstrasenplätze müssen wir immer auch die Umweltverträglichkeit prüfen. Es gibt Studien, die beispielsweise belegen, dass durch die Kunstrasenplätze Mikroplastikteilchen freigesetzt werden und ins Grundwasser gelangen“, bemerkte der Kreistagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen. Seine Fraktion sei grundsätzlich nicht gegen Kunstrasenplätze und stimme daher auch für den SPD-Antrag, aber diese Problematik müsse berücksichtigt werden, wenn es zu konkreten Bauplänen von Kunstrasenplätzen komme.

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