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Lokalsport Zeitfenster für Drittliga-Planungen wird immer enger
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19:14 05.04.2018
Celle Stadt

Und das Zeitfenster wird immer enger: Eigentlich ist der Termin (1. April), an dem man den Antrag zur Gründung einer Spielgemeinschaft beim Niedersächsischen Handballverband (HVN) hätte einreichen müssen, sogar bereits verstrichen. „Der Entscheidungsprozess hat sich in die Länge gezogen“, sagt Kaplick dazu. Doch der HVN gestattete eine Fristverlängerung bis zum Freitag, 6. April. Um 12 Uhr müssen an diesem Tag alle Unterlagen vorliegen.

Der SV Garßen, ehemaliger Hauptgesellschafter und Stammverein der SVG Celle Handball GmbH, hat in seiner Vorstandssitzung am Mittwoch den Weg für die Gründung einer SG frei gemacht. „Eigentlich müssten wir angesichts unserer Erfahrungen der vergangenen Jahre die Finger davon lassen“, sagt Marco Stradtmann, Vorsitzender des SV Garßen. „Aber aus rein sportlicher Sicht, auch um dem Handball in Celle eine Chance zu geben, machen wir es jetzt doch.“

Denn ohne den Verein geht es nicht: Noch besitzt der Klub in der kommenden Saison das Startrecht in der 3. Liga – zumindest bis zum 15. April. Spätestens zu diesem Termin müsste eine Meldung für diese Spielklasse beim Verband abgegeben werden. Weil Garßen die Lizenz nicht selbst nutzen will, kam Kaplick die Idee einer Spielgemeinschaft.

Bis zum Stichtag Ende kommender Woche soll ein Haftungsausschluss für den SV Garßen vertraglich festgelegt werden, denn der Verein will bei der Gründung einer SG keinerlei finanzielle Verpflichtungen eingehen. „Das ist für uns ein ganz wichtiger Bestandteil“, so Stradtmann, der seinen Verein in diesem Konstrukt als „stiller Teilhaber“ betrachtet.

Liegen die Papiere zur SG-Gründung bis heute Mittag vollständig beim Verband, wäre zumindest ein Anfang gemacht – mehr allerdings nicht. Denn weitere Fragen warten auf eine schnelle Beantwortung. Eine davon betrifft den Etat. Kaplick spricht von einem höheren fünfstelligen Etat, der zusammenkommen muss, um eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen zu können. Doch auch hier hakt es. „Die Sponsorensuche ist nicht einfach“, gibt er zu. In Gesprächen mit potenziellen Geldgebern sei er auf „einige verbrannte Erde“ gestoßen. „Es ist in der Vergangenheit offenbar viel Vertrauen verloren gegangen“, sagt Kaplick. „Es wird immer schwieriger.“ In der vergangenen Woche hatte der Handballfunktionär noch von einer 50:50-Chance gesprochen, eine Drittligamannschaft in Celle an den Start bringen zu können. Inzwischen ist dieser Wert für ihn auf 20:80 gesunken.

„Ohne Moos nichts los“, gibt Kaplick zu. Und ohne das nötige Geld werde man auch nicht den nächsten Schritt gehen. Denn erst wenn der Etat zusammen ist, könne man sich um den Kader kümmern. „Mit Spielerinnen werden wir erst sprechen, wenn Geld zur Verfügung steht“, erklärt Kaplick. Insofern sei auch nichts an dem Gerücht dran, dass man bereits vier Rumäninnen geholt habe. „Daran ist nur richtig, dass wir Kontakte ins Ausland haben“, sagt er, „weil wir uns natürlich Gedanken über die Situation machen, dass – ähnlich wie es dem SVG im vergangenen Sommer ergangen ist – keine oder nicht genügend Spielerinnen für das Team im Umkreis zu finden sind.“

Wie auch immer – die Uhr tickt unaufhaltsam weiter. Ob die wenigen Tage und Stunden ausreichen werden, um alle Schwierigkeiten aus dem Weg zu räumen, wird sich zeigen. „Wenn es nicht klappt, können wir bis zum 16. April die Spielgemeinschaft kostenfrei wieder abmelden“, sagt Garßens Klubchef Stradtmann. Dann wäre das letzte „Erbe“ aus SVG-Zeiten ebenfalls Geschichte.

Von Uwe Meier und Heiko Hartung

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