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Lokalsport Zwei Celler Reiterinnen siegen: Lisa Homann und Leonie Buße starten bei Gedächtnispreis-Finale
Sport Sport regional Lokalsport Zwei Celler Reiterinnen siegen: Lisa Homann und Leonie Buße starten bei Gedächtnispreis-Finale
18:09 01.07.2014
Lisa Homann (großes Bild) sprang mit Esperanza auf den ersten Platz der Qualifikation zum Hermann-Schridde-Gedächtnispreis. Leonie Buße (kleines Bild rechts) startete ebenfalls im Finale und zog die Jacke der gleichnamigen Stiftung zur Ehrenrunde bereits an. Calla Jeschkeit (links) siegte in der Qualifikation des KRV-Cups auf Bastiaan. Quelle: Anne Friesenborg (3)
Südwinsen

SÜDWINSEN. „Lisa Homann, du hast ein sehr gutes Distanzgefühl, bist sicher auf der Linie geritten, hast das Pferd schön begleitet und den richtigen Absprung gefunden in einem ausbalancierten Grundsitz“, kommentierte Dieter Hoffmann den Ritt der Reiterin der Pferde-Sport-Gemeinschaft (PSG) Nienhagen. Und Hoffmanns Bewertung ist bei den Reitsportwochen des Reit- und Fahrvereins (RuF) Allertal von großer Bedeutung. Denn der Geschäftsführer der Hermann-Schridde-Stiftung ist auch Richter für die Qualifikation zum Finale des gleichnamigen Gedächtnispreises. Die Qualifikationsrunde war ein Höhepunkt der Wettbewerbe, die sich über zwei Wochenenden verteilten.

Homann erhielt auf ihrer Stute Esperanza die Note 8,3 – damit siegte die noch 18-Jährige, die am Tag danach ihren Geburtstag feierte. „Der Sieg war mir eine Herzensangelegenheit. Ich habe nicht damit gerechnet, aber es war ein schönes ‚Vorgeschenk‘ zu meinem Geburtstag“, sagt Homann.

Bei der Serie treten nur Junioren und Junge Reiter in einer Stilspringprüfung Klasse M* an. „In den meisten Prüfungen dieser Klasse springen Profis mit, beim Hermann-Schridde-Preis haben auch Nachwuchsreiter gute Chancen“, sagt Homann, die am Finale des Gedächtnispreises im Rahmen der VER-Dinale Verden vom 29. Januar bis 1. Februar 2015 teilnimmt. Jeweils die zwei besten Pferd-Reiter-Paare der acht Qualifikationsrunden sind dabei.

Hermann Schridde war weltberühmt für sein stilistisches Reiten. Der 1937 in Celle geborene Springreit-Europameister und Olympiasieger 1964 mit der Mannschaft war nach seiner aktiven Zeit als Bundestrainer für Springreiten. 1985 kam er bei einem Flugzeug-Absturz ums Leben.

Mit Leonie Buße vom Reit- und Fahrverein (RFV) Westercelle/Altencelle startet in im kommenden Jahr sogar noch eine zweite Reiterin aus Celle im Finale des prestigeträchtigen Turniers. Buße sicherte sich auf ihrem Pferd Salino B mit der Note 8,0 den zweiten Platz der Qualifikation. Anschließend siegte das Paar in der Springprüfung Klasse M* vor Lokalmatador Wilhelm Hornbostel auf Ekiya vom RFV Allertal.

Trotz Regens kamen viele Zuschauer am vergangenen Wochenende zum RFV Allertal und feuerten die Sportler an. „Die Stimmung war gut und die Reiter haben sich nicht vom Wetter abschrecken lassen“, sagt Homann. Und auch am vorherigen Wochenende, das als Dressurturnier ausgeschrieben wurde, war der Reiterhof gut besucht. Auch die ehemalige Olympiareiterin Heike Kemmer aus Walle war in einer Prüfung dabei.

Ein Highlight für die Pferdefreunde war die Pony-Kür in Klasse L, bei der Reiter und Pferd zu eigener Musik und Choreografie auftraten. Der Kreisreiterverband (KRV) Celle nutze die Reitsportwochen in Südwinsen für Qualifikationen zum KRV-Cup. In der Dressur setzte sich dort Calla Jeschkeit von der PSG Nienhagen auf Bastiaan durch. Die Reiterin erhielt 15 Punkte und startet in der Finalrunde, die im September in Beedenbostel ausgetragen wird.

Ein besonderer Publikumsmagnet war der „Jump and Run“-Wettbewerb. Dabei bildeten ein Reiter mit seinem Pferd und ein Läufer ein Team. Reiter und Pferd bewältigten zuerst einen Springparcours, dann war der Läufer dran. Unter großem Applaus sprinteten sie über das Gelände. Die erste Vorsitzende des RuF Allertal, Kerstin Goeritz, zeigte sich zufrieden am Sonntagabend. „Vier Turniertage sind schon eine Herausforderung, aber durch die vielen Helfer, eine sehr gute Organisation und Unterstützung der Winser Geschäftsleute ist alles nach Plan abgelaufen“, sagte sie.

Von Johanna Müller