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Lokalsport Zwei Celler in der Hölle des Nordens
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18:10 24.04.2013
Von Heiko Hartung
Radsportler des ESV Fortuna Celle bei der Paris Roubaix Challenge: Britta Hagedorn und Mathias Mohr Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Celle Stadt

Am Vortag des Profirennens dürfen Hobbyradler an den Start und prüfen, ob sie der „Hölle des Nordens“ gewachsen sind. Für die rund 1600 Nicht-Profis wurden verschiedene Streckenlängen angeboten. Das Celler Duo entschied sich für die 70 Kilometer-Distanz mit etwa 10 Kilometer Kopfsteinpflasterstrecke. „Die Strecken führen dabei oftmals über die Originalstrecke des Profirennens, das insgesamt über 250 Kilometer beträgt – etwa 50 Kilometer über Kopfsteinpflaster“, weiß Hagedorn.

Das Profirennen startet in einem Vorort von Paris und geht, wie der Name sagt, bis nach Roubaix. Über die kurze Distanz starten die Hobbyradler in Roubaix. Hagedorn: „Es gibt leichtere Kopfsteinpflasterpassagen, die dann mit zwei Sternen gekennzeichnet sind bis hin zu den schwierigen Passagen mit fünf Sternen.“ Zwei bekannte Pavés mit fünf Sternen sind der Wald von Arenberg mit 2,4 Kilometer Länge oder der Carrefour de l’Arbre mit 2,1 Kilometer Länge.

Alle Rennen enden im legendären Vélodrôme in Roubaix. „Beim Einfahren können somit auch die Hobbyradler ein Gefühl davon erhalten, wie sich die großen Radsportler gefühlt haben, als sie bei ihren großen Siegen hier eingefahren sind“, schwärmt Hagedorn.

Gemeinsam mit Mohr machte sie sich gut gelaunt auf die Strecke. Der erste Pavé ließ 30 Kilometer auf sich warten, doch dann ging es los. Ein Pavé folgte dem nächsten und die Kräfte ließen mit jedem weiterem Meter nach. Dennoch kamen beide überglücklich, jedoch mit schmerzenden Händen, Armen und Rücken im Ziel an. Jetzt wussten die beiden genau, warum dieses Radrennen auch als „Hölle des Nordens“ bezeichnet wird. Aber auch, warum diese Radrennen ein Klassiker geworden es. „Es hat einfach etwas ganz besonderes, obwohl es sehr anstrengend ist“, sagt Hagedorn.