Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Zwei Niederlagen trotz Saisonbestleistung für Wieckenberger Bundesliga-Schützen
Sport Sport regional Lokalsport Zwei Niederlagen trotz Saisonbestleistung für Wieckenberger Bundesliga-Schützen
15:05 13.11.2017
Von Oliver Schreiber
Isabell Ruschelbezwang die favorisierte Michaela Thöle. Quelle: Michael Schäfer
Wieckenberg

BAD GRUND. „So knapp zu verlieren, ist natürlich bitter. Wir waren beide Male ganz dicht dran an einer Überraschung. Aber unterm Strich können wir stolz sein auf unsere Leistungen“, resümierte Teammanager Horst-Dieter Ruschel Stolz war Ruschel auch auf die Unterstützung des eigenen Anhangs, der sich auf den Weg in den Harz gemacht hatte. Er war in der Sporthalle in Bad Grund „unser sechster Mann“, wie Ruschel bekräftigte. Die Wieckenberger Fans trieben ihre Schützen zu Höchstleistungen. Mit 1965 Ringen schaffte das Team mit Stine Nielsen (396 Ringe), Melissa Ruschel (394), Isabell Ruschel (392), Tina Lehrich (393) und Claire-Luisa Ruschel (390) das beste Mannschaftsresultat – allerdings reichte dies nur zu zwei von erforderlichen drei Punkten für den Sieg. Lehrich gewann ihr Duell mit einem Zähler Vorsprung gegen Dirk Steinicke, Claire-Luisa Ruschel behielt im Stechen gegen Amelie Kleinmanns die Oberhand.

Ähnlich verlief auch die Auseinandersetzung mit dem Gastgeber, der Schützenbrüderschaft Freiheit Osterode. Zwar erreichten die Wieckenberger nicht ganz die Ringzahl vom Vortag (361), aber auch den Vizemeister brachten sie an den Rand einer Niederlage. In der Endabrechnung verbuchten aber nur Nielsen (393) im Stechen gegen die im Weltcup führende Jolyn Beer sowie Isabell Ruschel (392), die die favorisierte Michaela Thöle bezwang, Zählbares. Melissa Ruschel (394), die dem rumänischen Olympiasieger Alin George Moldoveanu (396) bis kurz vor Schluss die Stirn bot, Lehrich (394) und Anne Kowalski gingen leer aus. „Vor allem unsere beiden jungen Wilden, Melissa und Isabell, haben überzeugt. Schade, dass wir nicht mit einem Sieg belohnt worden sind“, meinte Ruschel.

Immerhin sorgte der SVW für ein Bundesliga-Novum: Vier von fünf Schützen aus dem eigenem Verein beziehungsweise eigenem Nachwuchs in der Anfangsformation weist keine andere Mannschaft auf. „Das ist deutschlandweit einzigartig“, so Ruschel.

Das Saisonziel Platz vier und die damit verbundene Qualifikation für die Endrunde der Deutschen Meisterschaft haben die Wieckenberger noch nicht aus den Augen verloren. Der Blick richtet sich weiter nach oben und nicht nach unten, obwohl das Team punktgleich mit der SG Mengshausen auf dem ersten Abstiegsplatz ist. „Wir haben alle Top-Teams hinter uns und werden unsere Punkte noch holen. Es wird eng, aber wir können Platz vier immer noch schaffen“, ist Ruschel zuversichtlich. Wie eng es in der höchsten deutschen Klasse zuging, zeigte sich am dritten Wettkampf-Wochenende. Zehn von zwölf Duellen gingen 3:2 aus. Oder eben 2:3...