Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Sport überregional Belgien feiert und will mehr - Southgate ist vorsichtig
Sport Sport überregional Belgien feiert und will mehr - Southgate ist vorsichtig
07:19 15.07.2018
Belgien verabschiedet sich aus Russland mit Platz drei. Foto: Laurie Dieffembacq Quelle: Laurie Dieffembacq
St. Petersburg

Und während sich der Jubel der Spieler in Grenzen hielt, wurde in Brüssel ausgelassen gefeiert. Es gab Autokorsos und Hupkonzerte, am Sonntagmittag gibt es einen Empfang für die Mannschaft. Die Schlaglichter des Spiels um Platz drei.VORFREUDE: Der frühere Hamburger Vincent Kompany freute sich am Samstagabend in St. Petersburg schon sehr auf den Empfang in Brüssel. Auf die Frage, ob er nicht lieber schnell in Urlaub wolle, meinte der Abwehrspieler: «Im Fußball geht es immer auch um Spaß. Die Leute wollen feiern und ein Bier trinken. Dafür brauchen sie uns, also kommen wir.»MÜDE TORJÄGER: Es sollte nochmal das große Duell um den Goldenen Schuh werden. Doch sowohl Englands Harry Kane, der ihn nun wohl gewinnen wird, als auch Belgiens Romelu Lukaku hatten nicht mehr viel im Tank. Die Trainer nahmen ihre beiden Torjäger aber gegen Kritik in Schutz. «Heute war das siebte Spiel in kurzer Zeit, die sehr anstrengend war», sagte Englands Gareth Southgate: «Es wäre falsch, einen Spieler wegen des heutigen Spiels zu verurteilen. Harry war bei diesem Turnier ein außergewöhnlich guter Kapitän.» Belgiens Roberto Martínez sagte über Lukaku: «Er ist im Halbfinale gegen Frankreich einige Male hart angegangen worden. Aber er wollte unbedingt dabei sein und der Mannschaft helfen. Ich bin sicher, er hat eine große Zukunft vor sich.»UNSINNIGES SPIEL: Auch in diesem Jahr gab es wieder die Frage nach Sinn und Unsinn eines Spiels um Platz drei. Southgate ging der Frage offiziell aus dem Weg: «Es liegt nicht an mir, zu entscheiden, ob es ein Spiel um Platz drei geben sollte.» Der Coach sagte aber auch: «Körperlich und mental war es unglaublich schwierig, in dieses Spiel zu gehen. Wir waren 20 Minuten von einem WM-Finale entfernt. Und wenn du so nahe am größtmöglichen Preis bist, willst du danach, wenn du es nicht geschafft hast, eigentlich einfach nur nach Hause.»AUSSICHTEN: Vielleicht lag es an Sieg und Niederlage im letzten Spiel, doch der Blick in die Zukunft fiel bei den Belgiern am Samstag deutlich positiver aus als bei den Engländern. Der Ex-Wolfsburger Kevin De Bruyne dachte augenscheinlich schon an den WM-Titel in vier Jahren, als er sagte: «Wir haben sechs von sieben Spielen gewonnen. Wir haben den Menschen viel Freude bereitet. Und der Rest kommt dann vielleicht in vier Jahren bei der nächsten WM.» Southgate war dagegen vorsichtiger. «Wir waren unter den besten vier Mannschaften, aber wir wissen, dass wir noch nicht zu den vier besten gehören», sagte er: «Wir sehen unsere Leistungsfähigkeit sehr realistisch und lassen uns von dem vielen Lob nicht blenden. Wir müssen und werden uns noch viel verbessern.»NEUER RONALDO? Eden Hazard war einer der besten Spieler dieser WM. Auch am Samstag war er wieder bester Mann auf dem Platz und Schütze des 2:0. Danach deutete der angeblich von Real Madrid als Nachfolger für Cristiano Ronaldo umworbene Belgier seinen Abschied vom FC Chelsea an. «Ich bin seit sechs Jahren bei Chelsea, habe eine tolle WM gespielt. Vielleicht ist es an der Zeit, mal etwas anderes zu machen», sagte der Bruder des Mönchengladbachers Thorgan Hazard: «Die Entscheidung liegt am Ende aber nicht bei mir. Ich gehe jetzt erst einmal in den Urlaub, und dann werde ich sehen, was passiert.» Der Portugiese Ronaldo wechselt zur kommenden Saison von Real zu Juventus Turin.

Von Holger Schmidt, dpa

London (dpa) - Überwältigt zeigte Angelique Kerber nach ihrem Wimbledon-Coup auf ihren Namen an der Siegertafel des berühmtesten Tennis-Turniers der Welt.

14.07.2018

St. Petersburg (dpa) - Nach dem größten Erfolg in der belgischen Fußball-Geschichte freute sich Vincent Kompany schon auf den Empfang am Sonntag im Brüssel.

14.07.2018

Amiens (dpa) - Schwarzer Tag für das Katusha-Alpecin-Team bei der Tour de France: Der deutsche Radprofi Tony Martin hat sich am Samstag bei einem Sturz auf der achten Etappe so schwer verletzt, dass die 105. Tour für ihn vorzeitig zu Ende ging.

14.07.2018