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Sport überregional Biathleten ohne Podestplätze - Warten auf Dahlmeier
Sport Sport überregional Biathleten ohne Podestplätze - Warten auf Dahlmeier
16:41 02.12.2018
Die Mixed-Staffel um Denise Herrmann wurde zum Auftakt nur Siebte. Foto: Darko Bandic/AP Quelle: Darko Bandic

Pokljuka (dpa) - Ohne die an ihrem Comeback arbeitende Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier haben die deutschen Biathleten beim Start in den Weltcup-Winter die angestrebten Podestplätze klar verpasst.

Zum Auftakt im slowenischen Pokljuka gab es am Sonntag in den beiden Mixed-Staffeln für das deutsche Teams nichts zu holen. In der Mixed-Staffel liefen Vanessa Hinz, Denise Herrmann, Philipp Horn und Benedikt Doll nach zwei Strafrunden nur auf Platz sieben. Zuvor hatten sich in der Single-Mixed-Staffel Franziska Hildebrand und Erik Lesser mit Platz acht zufrieden geben müssen.

«Das ist extrem ärgerlich. Vier Scheiben fallen ohne Probleme und dann beißt man sich an einer Scheibe die Zähne aus», sagte Doll im ZDF. Wäre er im letzten Schießen gut durchgekommen, wäre ein Angriff auf das Podium vielleicht noch möglich gewesen. Stattdessen musste er wie Weltcup-Debütant Philipp Horn in die Strafrunde.

In der Mixed-Staffel sollte eigentlich Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer als Letzter starten. Aber der 31-Jährige fehlte kurzfristig aus privaten Gründen und wurde durch Horn ersetzt. Und der 24-Jährige musste bei seiner Weltcup-Premiere gleich im Liegendschießen Extra-Meter laufen und brachte somit das Team mit 1:52,8 Sekunden ins Hintertreffen.

Zudem musste er gegen Frankreichs Superstar Martin Fourcade laufen. «Als ich die erste Runde mit Martin gelaufen bin, hatte ich schon ein bisschen die Hose voll. Ich war beim ersten Schießen schon so kaputt und konnte mich nicht mehr konzentrieren. Das tut mir extrem leid», sagte der enttäuschte Horn. Hinz und Herrmann lagen nach ihren Rennen aber auch schon 40,1 Sekunden hinter der Spitze.

Auch bei Hildebrand und Lesser lief nicht alles rund. Während Hildebrand bei ihren Schießeinlagen fehlerfrei blieb, vergab Lesser mit einer Strafrunde und insgesamt sechs Nachladern den möglichen Sprung unter die Top Drei. Die Deutschen hatten nach 2 x 6 Kilometern 50,1 Sekunden Rückstand auf die siegreichen Norweger Thekla Brun-Lie/Lars Helge Birkeland. «Dass ich liegend in die Runde muss, ist ziemlich schwierig zu verkraften. Und dann ist im Kopf ein kleiner Bruch drin», sagte Lesser. Er will nach den zwei Ruhetagen am Mittwoch dann im Einzel über 20 Kilometer angreifen.

Die siebenmalige Weltmeisterin Dahlmeier wird nach ihrer gesundheitlichen Zwangspause wahrscheinlich erst im neuen Jahr in den Weltcup zurückkehren. Die 25-Jährige schickte via Facebook-Video Grüße ans Team und die Fans und drückte vor dem Fernseher die Daumen. Trotz der Pause blickt die Ausnahmekönnerin, die nach ihren Olympiasiegen in Pyeongchang auch über ein Karriereende nachdachte, positiv in die Zukunft. «Wenn ich das geschafft habe, kann ich vielleicht umso stärker zurückkommen», sagte Dahlmeier.

Die deutschen nordischen Kombinierer laufen auch zum Abschluss der Wettbewerbe in Lillehammer aufs Podium. Um Seriensieger Jarl Magnus Riiber angreifen zu können, fehlt in einem bestimmten Bereich aber noch etwas. Daran soll jetzt gearbeitet werden.

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