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Sport überregional Drei Dramen aus der jüngeren Geschichte des Ryder Cups
Sport Sport überregional Drei Dramen aus der jüngeren Geschichte des Ryder Cups
07:21 27.09.2018
Quelle: Erik S. Lesser
Mettmann

Die Spitznamen der heißesten Ryder-Cup-Duelle der besten Golfer aus Europa und Amerika klingen martialisch oder kommen einem Wunder gleich.

Drei Dramen aus der jüngeren Geschichte des Ryder Cups:

1991 «War on the Shore» - Kiawah Island/US-Bundesstaat South Carolina

Mitten drin: Deutschlands Golfstar Bernhard Langer. Beim Gesamtstand von 14:13 für die Amerikaner gingen Langer und Hale Irwin auf die letzte Spielbahn. Gewinnt der Deutsche das Loch, bleibt der Pokal für zwei weitere Jahre bei den Europäern, Irwin reichte ein Unentschieden für einen US-Sieg. Es folgte einer der bittersten Stunden in Langers so erfolgreichen Golf-Karriere: Der Anhausener verschob den Putt zum Sieg aus nur eineinhalb Metern. Langer war den Tränen nahe, der Jubel der US-Profis und der heimischen Fans über den kaum noch für möglich gehaltenen 14,5:13,5-Erfolg kannte keine Grenzen.

1999 «Battle of Brookline» - Brookline/Massachusetts

Der 33. Ryder Cup in der Nähe von Boston war geprägt von der Unsportlichkeit der amerikanischen Golf-Fans. Über drei Tage wurden die europäischen Spieler von einer großen Menge der Zuschauer aufs übelste verbal beleidigt und attackiert. Besonders der Schlusstag hatte es in sich: Mit einem Rückstand 6:10 ging das US-Team in die finalen Einzel-Matches. Die Europäer ließen sich von der giftigen Atmosphäre beeindrucken und unterlagen zum großen Jubel der amerikanischen Spieler und Fans am Ende doch noch mit 13,5:14,5.

2012 «Wunder von Medinah» - Medinah/Illinois

Der 39. Ryder Cup in der Nähe von Chicago gehört zu den größten Aufholjagden in der Geschichte des prestigeträchtigen Wettbewerbs. Diesmal lagen die Amerikaner um Superstar Tiger Woods mit 10:6 vor dem Schlusstag in Front. Doch die Europäer um Ian Poulter, Rory McIlroy und Martin Kaymer spielten unglaublich gutes Golf und wandelten den Rückstand in einen glorreichen 14,5:13,5-Sieg um. Der Hauptdarsteller: Martin Kaymer. Der Profi aus Mettmann lochte den entscheidenden Putt aus zwei Metern zum Sieg ein und war danach nicht mehr zu halten. Völlig berauscht sprang der Ryder-Cup-Held dem Spanier Sergio Garcia in die Arme und rannte später mit einer Deutschland-Fahne quer über den Golfplatz.

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