Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Sport überregional Ein echter Trainer-Coup: Schüttler künftig an Kerbers Seite
Sport Sport überregional Ein echter Trainer-Coup: Schüttler künftig an Kerbers Seite
13:21 14.11.2018
Der ehemalige Tennisspieler Rainer Schüttler wird angeblich Trainer von Angelique Kerber. Foto (2013): Caroline Seidel Foto: Caroline Seidel Quelle: Caroline Seidel
Singapur

Berlin (dpa) - Im Urlaub auf den Malediven genießt Wimbledonsiegerin Angelique Kerber ihre Ruhe - in der Heimat hat sie mit der Verpflichtung ihres neuen Trainers für einen echten Aufreger in der Tennis-Szene gesorgt.

Was sich zuletzt schon als Gerücht angedeutet hatte, bestätigte Kerbers Management nun: Mit dem Ex-Profi und früheren Australian-Open-Finalisten Rainer Schüttler will die 30 Jahre alte Kielerin ihren erfolgreichen Weg fortsetzen.

Schüttler tritt die Nachfolge des Belgiers Wim Fissette an. Der hatte Kerber zwar in diesem Jahr beim Titel in Wimbledon begleitet, konnte sich aber mit Deutschlands Nummer eins nicht auf eine gemeinsame Zukunft einigen und heuerte recht schnell nach dem Ende der Zusammenarbeit bei der Weißrussin Victoria Asarenka an. Was genau zu der Trennung führte, ist offiziell noch immer nicht bekannt. Klar scheint aber schon jetzt zu sein: Kerber und Schüttler bilden eine der spannendsten und ungewöhnlichsten Kombinationen im Damen-Tennis.

«Ich glaube, dass das Gespann bestens zusammenpasst. Angie hat mit Rainer jemanden verpflichtet, der weiß, was es heißt, erfolgreich Grand Slams zu spielen», sagte Schüttlers Manager und Förderer Dirk Hordorff der Deutschen Presse-Agentur. Der Vize-Präsident des Deutschen Tennis Bundes dürfte zumindest im Hintergrund eine dezente Rolle bei dem Coup gespielt haben. Kerbers Manager Aljoscha Thron und Schüttler haben früher in der Akademie von Hordorff trainiert, sie kennen sich bestens und sind sehr gut befreundet. Zuletzt trafen sich Kerber und Schüttler bei der Hochzeit Throns.

«Angelique hat in den letzten Jahren schon mehrfach unter Beweis gestellt, was sie für ein Champion ist. Für mich steht außer Frage, dass sie mit ihrem Talent noch viel erreichen kann», wurde Schüttler in der Mitteilung zitiert. Der 42 Jahre alte Korbacher kämpft derzeit mit den Folgen einer Grippe und wird auch in der kommenden Woche noch nicht bei Kerbers Saisonabschluss-Pressekonferenz in Köln dabei sein.

Anfang Dezember aber beginnt für das neue hochinteressante Duo die Vorbereitung auf das Tennis-Jahr 2019, das am 29. Dezember mit dem Hopman Cup in Perth beginnt. Anschließend bestreitet die 30 Jahre alte Kielerin das WTA-Turnier in Sydney, ehe bei den Australian Open (14. bis 27. Januar) der erste Grand-Slam-Höhepunkt bevorsteht.

In Melbourne feierte Schüttler einst den größten Erfolg seiner Einzel-Karriere, auch wenn er beim 2:6, 2:6, 1:6 im Endspiel gegen Andre Agassi chancenlos war. Schüttler gewann vier Turniere auf der ATP-Tour, war die Nummer fünf der Weltrangliste. Doch die sportlichen Meriten der Vergangenheit dürften kaum den Ausschlag gegeben haben für die Entscheidung Kerbers. Schüttler passt bestens in das Suchprofil der dreimaligen Grand-Slam-Gewinnerin. Er spricht deutsch, kennt seine neue Klientin gut, gilt als ausgeglichen und besonnen.

«Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in dieser spannenden Phase ihrer Karriere», erklärte Schüttler, der dem Vernehmen nach mehrere attraktive Angebote als Trainer ausschlug. Spannend ist das ganze Projekt vor allem auch deshalb, weil ein Trainerjob auf der Frauentour für den Hessen Neuland ist. Er führt zwar mit Alexander Waske die Tennis-Akademie in Offenbach und trainierte dort unter anderem auch schon Kerbers Mitstreiterin Andrea Petkovic. Beim ATP-Turnier in Genf ist er Turnierdirektor, auf der Herren-Tour arbeitete er als Coach für den Litauer Ricardas Berankis oder den Serben Janko Tipsarevic, mit dessen Schwester er verheiratet ist.

Bevor Schüttler sein neues Amt übernimmt, fliegt er in der kommenden Woche aber erst noch einmal in den Urlaub - auf die Malediven.

Von dpa Von Wolfgang Müller und Patrick Reichardt

Der Kandidatenkreis für die Winterspiele ist auf zwei Bewerber geschrumpft. Die Bürger von Calgary haben sich gegen Winterspiele 2026 ausgesprochen. Das IOC blickt nun mit Sorge nach Schweden und Italien, auch dort gibt es Fragezeichen hinter den Bewerbungen.

14.11.2018

In voller Mannschaftsstärke greifen die DSV-Adler in diesem Winter an. Es beginnt die Jagd auf Überflieger Kamil Stoch. Wie stehen ihre Chancen? Und was macht eigentlich Skisprung-Dino Noriaki Kasai?

14.11.2018

München (dpa) - Nach ihrer gesundheitsbedingten Zwangspause könnte Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier möglicherweise schneller als erwartet wieder im Biathlon-Weltcup starten.

14.11.2018