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Sport überregional Gedemütigt auf der WM-Bühne: «Barneys» Darts-Ära vor dem Aus
Sport Sport überregional Gedemütigt auf der WM-Bühne: «Barneys» Darts-Ära vor dem Aus
11:51 18.12.2018
Für Raymond van Barneveld ist die Darts-WM zu Ende. Foto: Steven Paston/PA Wire Quelle: Steven Paston
Barneveld

London (dpa) - Tief getroffen schnappte sich Darts-Ass Raymond van Barneveld seine Pfeile und schlich mit gesenktem Kopf von der großen Bühne im Alexandra Palace.

Die sensationelle Niederlage gegen den No-Name-Litauer Darius Labanauskas war für «Barney» einer der schmerzlichsten sportlichen Tiefpunkte in seiner langen Karriere. «Ich kann mir diese Leistung nicht erklären und ich kann gar nicht sagen, wie sehr mir das weh tut», klagte der fünfmalige Weltmeister van Barneveld nach der 2:3-Schlappe gegen den krassen Außenseiter aus dem Baltikum, der nicht einmal unter den besten 100 der Weltrangliste steht. Im November hatte er noch gesagt, die WM sei das Turnier, «das jeder gewinnen will».

Der 51 Jahre alte Niederländer hat in seiner glorreichen Laufbahn immer mal wieder sein Ende prophezeit oder angedeutet, um dann vom angekündigten Rücktritt wieder zurückzutreten. Im November fühlte sich van Barneveld einmal mehr berufen, er kündigte an: Nach der WM 2020 ist Schluss, diesmal endgültig. Doch wer den geschlagenen «Barney» in der Nacht zum Dienstag trostlos von der Bühne trotten sah, der konnte annehmen, dass er sein Darsein als Aktiver noch in dieser Nacht beendet.

Doch diese Gedankenspiele wischte van Barneveld schnell beiseite. «Momentan bin ich sprachlos. Aber ich werde versuchen, was ich tun kann, um nächstes Jahr wiederzukommen», twitterte der Niederländer in der Nacht. Das wird nicht so einfach. Beim Darts wird die Rangliste über einen Zeitraum von zwei Jahren berechnet. Van Barneveld verliert ein Halbfinale aus dem Jahr 2017 und gewinnt nichts hinzu. Er wird so massiv abrutschen, dass nicht einmal mehr die WM-Qualifikation für 2020 sicher ist. Auf einen ganz großen Titel wartet er eh schon mehrere Jahre, seine ruhmreichen Zeiten sind vorbei.

Van Barneveld, der von allen Aktiven die meisten WM-Titel erspielt hat, war sichtlich geschockt. «Ich habe mich gut gefühlt, bevor ich auf die Bühne bin. Das hat sich leider aus irgendeinem Grund geändert, als ich oben war», erklärte der Routinier. Das nächste Jahr sollte seine große und vielumjubelte Abschiedstournee werden, doch der extrem frühe WM-Kollaps gegen den groß aufspielenden Litauer Labanauskas erschwert ihm einiges. Nicht mal einen Start bei der hoch angesehenen Premier League, die im Februar beginnt, hat Barney noch sicher.

Sein Entschluss, spätestens am 1. Januar 2020 endgültig aufzuhören, dürfte sich damit verfestigt haben. Van Barneveld wirkt unzufrieden mit sich und seiner Leistung, er wirkt nicht austrainiert und sein Bauchansatz bildete sich die vergangenen Jahre immer deutlicher heraus, auch für den TV-Zuschauer war er gut sichtbar. Die langen und häufigen Reisen möchte er sich zukünftig sparen.

Sein langjähriger Rivale Phil Taylor, der vor knapp einem Jahr als Rekord-Champion zurückgetreten ist, kann van Barnevelds Entschluss sehr gut nachvollziehen. «Raymond muss es keinem mehr beweisen. Und seine Argumente sind absolut schlüssig. Er war immer sehr ehrgeizig und wollte jedes Turnier gewinnen. Wenn es dann irgendwann nicht mehr klappt, ist vielleicht der Zeitpunkt, um aufzuhören», sagte Taylor dem Darts-Magazin «180».

Von dpa Von Patrick Reichardt und Marc Niedzolka

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