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Sport überregional Dahlmeier Verfolgungs-Fünfte - Massenstart-Verzicht
Sport Sport überregional Dahlmeier Verfolgungs-Fünfte - Massenstart-Verzicht
21:31 22.12.2018
Wurde Fünfte im Verfolgungsrennen: Laura Dahlmeier. Foto: Petr David Josek/AP Quelle: Petr David Josek

Nove Mesto (dpa) - Im Regen von Nove Mesto hat es Laura Dahlmeier in der Verfolgung als Fünfte nicht auf das Podest geschafft, doch auf ihr Comeback im Biathlon-Weltcup nach langer Krankheitspause darf die Doppel-Olympiasiegerin stolz sein.

Einen Tag nach Platz zwei im Sprint-Rennen leistete sich die 25-Jährige im Jagdrennen zwei Fehlschüsse, damit war der Podestplatz futsch. Auf den Massenstart-Wettkampf am Sonntag verzichtete sie, um noch besser in Form zu kommen. «Das waren keine einfache Bedingungen, und zwei Fehler waren einer zu viel. Trotz alledem bin ich einfach nur glücklich, dass ich meine gestrige Leistung bestätigen konnte und wieder auf der großen Bühne sein kann», schrieb sie.

Vor 22.000 Zuschauern hatte Dahlmeier nach den zehn Kilometern bei ungemütlichem Wetter 54,2 Sekunden Rückstand auf Sprint-Gewinnerin Marte Olsbu Röiseland aus Norwegen. Zweite wurde Weltcup-Spitzenreiterin Dorothea Wierer aus Italien vor der Schwedin Hanna Öberg.

Die fehlerfrei schießende Vanessa Hinz kämpfte sich von Platz 22 auf Rang sechs. Nach vier Strafrunden wurde Franziska Preuß Elfte, Denise Herrmann schob sich trotz fünf Strafrunden um 19 Plätze nach vorne auf Rang 26. Im Jagdrennen der Männer hatten sich die deutschen Skijäger 28 Schießfehler geleistet, Olympiasieger Arnd Peiffer war als 16. der Beste aus dem Team von Bundestrainer Mark Kirchner.

Durch ihr starkes Comeback hatte sich Dahlmeier einen Platz im Massenstart am Sonntag (14.30 Uhr) erkämpft - zunächst ließ die siebenmalige Weltmeisterin ihren Start offen, am Abend gab Bundestrainer Mark Kirchner den Verzicht bekannt. Damit blieb es beim ursprünglichen Plan, nur an zwei Rennen teilzunehmen.

«Jetzt ist es natürlich schon sehr gut gegangen. Aber mir fehlen einige Trainingswochen. Ich muss aufpassen, dass ich nicht übertreibe. Jetzt muss ich ganz in Ruhe in meinen Körper hineinhören.»

Denn im Herbst war an Biathlon nicht zu denken. «Ende September habe ich im Krankenhaus gelegen für eine Woche und habe nicht aufstehen können. Ich habe nicht spazieren gehen können, ich habe mir nicht vorstellen können, jemals in meinem Leben wieder Leistungssport zu machen, geschweige denn auf ein Podium zu kommen», sagte die frühere Gesamtweltcupsiegerin.

Nachdem sie den Sprung auf das Podest bei ihrer Rückkehr am Freitag auf Anhieb geschafft hatte, war Dahlmeier über die zehn Kilometer mit einem Rückstand von fünf Sekunden auf Sprint-Siegerin Marte Olsbu Röiseland in die Loipe gegangen. «Die Verfolgung ist mein Lieblingsrennen, das mag ich immer gerne», sagte Dahlmeier, warnte aber schon vor dem Start vor allzu großen Erwartungen. «Ich bin noch nicht bei 100 Prozent. Man muss die Kirche im Dorf lassen.»

Bis zum dritten Schießen sah es gut aus für die siebenmalige Weltmeisterin, doch nach dem ersten Stehendanschlag musste sie zweimal in die Strafrunde. «Ein Fehler darf mal passieren, zwei sind einfach zu viel», sagte die Garmisch-Partenkirchnerin.

Beim fünften Saisonsieg des Norwegers Johannes Thingnes Bö vor dem Russen Alexander Loginow und seinem Bruder Tarjei Bö war Olympiasieger Arnd Peiffer (3 Fehler) als 16. der beste deutsche Skijäger. «Ich bin nicht ganz zufrieden mit meinem Rennen, weil vieles schief ging», sagte Peiffer, dem gleich zu Beginn des Rennens der Skistock gebrochen war und der später auch noch stürzte. «Ich habe nicht den besten Tag erwischt», sagte der 31-Jährige.

Sprint-Weltmeister Benedikt Doll kam nach insgesamt sechs Strafrunden im letzten Verfolgungsrennen des Jahres am Samstag als 19. ins Ziel. Johannes Kühn wurde über die 12,5 Kilometer nach fünf Fehlern 37.; Massenstart-Weltmeister Simon Schempp musste gleich achtmal in die Strafrunde und beendete das Rennen auf Platz 44. Im Massenstart am Sonntag (11.45 Uhr) will es das Team von Kirchner besser machen. Mit dem Frauen-Rennen endet danach das Biathlon-Jahr. Nach der Weihnachtspause geht es am 10. Januar in Oberhof weiter.

Von dpa Von Volker Gundrum

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