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Kultur A cappella in höchster Qualität
Weltgeschehen Kultur A cappella in höchster Qualität
12:37 20.06.2018
Die „King’s Singers“ bestechen durch Homogenität. Quelle: Andy Staples
Hannover

>Wir befinden uns da bereits im Zugabenteil, manche Besucher im voll besetzten Großen Sendesaal des NDR hatten sich davor zu stehenden Ovationen erhoben. Ein Konzert der „King‘s Singers“ wird eben mit einiger Gewissheit zu einem Ereignis: Vor genau 50 Jahren erstmals auf einer Bühne zugange, hat das weltberühmte britische A-cappella-Sextett in wechselnden Besetzungen immer für höchste Qualität gestanden.

Auch die aktuelle Formation punktet mit bestechender Homogenität in Sachen Stimmführung und Phrasierung. Ebenso mit Abwechslungsreichtum: Die zwei Countertenöre, der Tenor, die zwei Baritone und der Bass haben keine Probleme, delikateste Klangschwebungen des japanischen Avantgarde-Komponisten Toru Takemitsu und „Yesterday“ von den Beatles in ein und demselben Programm aufzuführen, und zwar mit gleichbleibendem Anspruch. Brahms und Max Reger gefällig? Gern. „Innsbruck, ich muss dich lassen“? Auch das. Ein ebenso anrührendes wie tiefgründiges Arrangement der Ballade „Scarborough Fair“? Natürlich.

Ein toller Abend, gewürzt mit feinem Humor: Ergriffen legen da fünf Sänger die Hand aufs Herz, nur Tenor Julian Gregory packt sich auf die rechte Brustseite, bis er vom Kollegen sanft auf seinen Patzer hingewiesen wird. Alle Ansagen erfolgen auf Deutsch, wenngleich punktuell in gewöhnungsbedürftigem: So lobt Bass Jonathan Howard das Publikum für das zahlreiche Erscheinen – „egal des Fußballs“.

Von Jörg Worat

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