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Kultur Egon Ziesmann präsentiert „Die wilden 13“
Weltgeschehen Kultur Egon Ziesmann präsentiert „Die wilden 13“
15:05 16.09.2018
Der Junge Chor unter der Leitung von Egon Ziesmann gestaltete den großen Part in diesem Konzert mit der ihn kennzeichnenden Lockerheit und Sangeslust. Quelle: Kimberly Wojahn
Celle

CELLE. Als jung kann man sicher nur die wenigsten Mitglieder des Jungen Chores Celle bezeichnen. Das ist auch kein Wunder, denn das Gründungsjahr dieses Chores ist 1977. Und schon damals hieß der Chorleiter Egon Ziesmann, der dieses ganz besondere Gefühl dafür hat, wie man jungen und auch älteren Menschen das gemeinschaftliche Singen schmackhaft machen kann. Seinerzeit hat er mit diesem Chor die Celler Chorszene sicher aufgemischt. Und nun hat er, ein Jahr nachdem er als Lehrer in den Ruhestand gegangen ist, ein paar Schülerinnen seiner früheren Schule um sich geschart, noch ein paar weitere aus der ganzen Stadt dazu geholt und beginnt nun mit diesen Jugendlichen einen eigenen kleinen Chor zu formen, dessen Mitglieder vielleicht später auch mal den älter gewordenen Jungen Chor bereichern können.
Mitten im Konzert des Jungen Chores im Europasaal der Congress Union gab dieses sich zunächst Celler Jugendchor nennende Vokalensemble sein öffentliches Debüt. Und das gelang gleich recht gut. Zwar stimmte der von Ziesmann spaßhaft formulierte Titel „Die wilden 13“ insofern nicht als die 13 ausschließlich weiblichen Sänger eher vorsichtig ihre ersten Schritte auf dem Konzertpodium probten. Nur drei oder vier Sängerinnen trauten sich wirklich, das von Ziesmann Vorgegebene oder Eingeforderte so selbstbewusst umzusetzen, dass sie damit den Rest mitziehen konnten. Aber insgesamt war das ein viel versprechender Start dieses Chores, den „Wilde 13“ zu nennen gar kein so schlechter Gedanke wäre. Er würde jedes Chormitglied immer daran erinnern, dass man beim Chorsingen eher mehr als weniger wagen sollte.
Natürlich gestaltete der Junge Chor seinen großen Part in diesem Konzert mit der ihn kennzeichnenden Lockerheit und Sangeslust. Einmal mehr machte das Zuhören bei diesem Chor großen Spaß. Das Programm rund um Volkslieder, Folk, Songs und Popsongs kombinierte Musik aus der ganzen Welt miteinander. Die von Ziesmann ausgewählten Arrangements erwiesen sich als fast durchweg hörenswert und waren teilweise auffallend kreativ. Natürlich kann man sich immer über die eine oder andere Fassung streiten. Und die besonders gelungenen Sätze, die der Chor über die Jahre hinweg immer wieder singt, langweilten nicht etwa, ganz im Gegenteil: Man freute sich schon nach den ersten Tönen auf die Besonderheiten, die man noch im Hinterkopf hatte. Im zweiten Teil des Programms gab es unter anderem zwei Filmmusiknummern aus Western, eine davon mit einem Solo des nun mit einem Hut ausgestatteten Chorleiters. Insgesamt mal wieder eine rundum gelungene Sache.

Von Reinald Hanke

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