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Kultur GOP Varieté-Theater Hannover stellt neues Programm vor
Weltgeschehen Kultur GOP Varieté-Theater Hannover stellt neues Programm vor
15:14 08.12.2016
Hannover

Dabei sind für dieses Jahr Rekorde zu vermelden: Bis zum Dezemberbeginn strömten bei einer Platzausnutzung von 81 Prozent bereits mehr als 164.000 Besucher herbei. Auch 2017 werden Höchstwerte angestrebt, wenn genau 597 Shows zu sehen sein sollen – diese Zahl erreicht keines der weiteren sechs deutschen GOP-Theater.

Den Auftakt macht ein Programm namens „Slow“. Tatsächlich soll es darin besonders rasant zugehen, nur der Conferencier hat die Langsamkeit für sich entdeckt: Claude Criblez bedient lustvoll jedes Klischee, das man vom bedächtigen Schweizer pflegen mag, und lässt zudem seine einzigartigen Ballontiere durch die Luft fliegen.

Apropos Klischee: Sämtlich denkbaren Phantasien, die mit Glanz und Glamour in Verbindung stehen, soll „Die große Coperlin Show“ auf die Bühne bringen – und ein paar zusätzliche mehr. Im Mittelpunkt steht dabei Dustin Nicolodi: „Er war früher einer der besten Handstand-Artisten überhaupt“, weiß Werner Buss, Künstlerischer Direktor der GOPs, zu berichten. „Bis er derart zu wachsen begann, dass er auf Comedian umschulen musste. So etwas funktioniert sonst fast nie, bei ihm dafür um so besser.“

Der Untertitel „Africa unplugged“ verrät eindeutig, worum es sich anschließend bei der Show „Le Club“ handelt. „Es ist heutzutage nicht so einfach, diese Künstler zu bekommen“, erzählt Buss. „Da muss man viel mit den Botschaften verhandeln.“ Im Sommer sind die „Wild Boys“ los, scharen sich aber um eine sehr spezielle Dame: Die Komikerin Rosemie gehört zu den größten Publikumslieblingen: „Ich kann mich tatsächlich nicht erinnern“, so Buss, „dass in all den Jahren auch nur ein einziger Besucher etwas Böses über sie gesagt hat.“

Gleichwohl sieht der Varieté-Chef den folgenden Programmpunkt als das Highlight aller Highlights an, wenn zwei Jubiläen zusammenkommen: Das GOP selbst wird 25 Jahre alt, das hannoversche Verkehrunternehmen Üstra deren 125. Folgerichtig soll in „Metropolitan“ eine Stadtbahn auf der um die Seitenbühnen erweiterte Spielfläche erscheinen.

Gegen Weihnachten gibt es die Zauberschau „Trust me“, das Wintervarieté „Machine de Cirque“ in Herrenhausen, das dem diesjährigen Publikumsrenner „Wet“ resonanzmäßig Konkurrenz machen soll, und das sechste Kinder-Weihnachts-Musical. Dessen Inhalt steht aber ausnahmsweise noch nicht fest – irgendwas in Richtung Überraschung gehört ja auch zu einer Programmvorstellung.

Von Jörg Worat