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Kultur Galerie Robert Drees zeigt „Einsnullnull“
Weltgeschehen Kultur Galerie Robert Drees zeigt „Einsnullnull“
15:29 28.09.2018
In der Ausstellung „Einsnullnull“ sind hundert Werke zu sehen, und zwar von sämtlichen 21 Künstlern des aktuellen Galerieprogramms. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Hannover Berlin

Wer sich in Hannover für die Vermittlung zeitgenössischer Kunst interessiert, kommt an der Galerie Robert Drees nicht vorbei. Zurzeit lohnt sich der Besuch ganz besonders, auch und gerade für diejenigen, die noch nie hier gewesen sind. Denn die neueste Ausstellung heißt aus gutem Grund „Einsnullnull“ – es ist die hundertste, seit Robert Drees im Jahr 1999 die rustikalen Räume am Weidendamm bezogen hat. Entsprechend sind hundert Werke zu sehen, und zwar von sämtlichen 21 Künstlern des aktuellen Galerieprogramms.

Das hier sehr stimmig präsentiert wird. Beim Eintreten fällt der Blick zunächst auf die gegenüberliegende Wand, an der im Sinne eines Gesamtüberblicks jede Position mit einem Exponat vertreten ist. Darüber hinaus gibt es eine Trennung stilistischer Natur: Eine Hälfte der Räumlichkeiten ist mit eher abstrakten Arbeiten bespielt, in der anderen stehen figürlich-gegenständliche Aspekte im Vordergrund – dass die Galerie sich beiden Spielarten widmet, hat Tradition.

Insofern dürfte jeder Besucher hier seine persönlichen Favoriten ausfindig machen. Die abstrakte Fraktion mag sich etwa Michael Laubes Werken zuwenden, die prägnante Formen mit starker Farbigkeit kombinieren, während Liebhaber der Reduktion an Julia Mangolds strengeren Arbeiten Gefallen finden könnten. Eher bizarr wiederum wirken die Objekte des Duos Julia Venske und Gregor Spänle – sie könnten aus einem Science-Fiction-Film stammen, in dem eine amorphe Masse plötzlich zum Leben erwacht.

Es soll etwas naturalistischer sein? Auch da gibt es eine reichhaltige Auswahl. Sogar Hyperrealistisches ist vertreten: Die Architekturen und Landschaften von Thomas Dillmann scheinen bei flüchtigem Hinschauen Fotografien zu sein, sind tatsächlich aber in Acryl gesetzt – dass sie gleichwohl etwas Entrücktes an sich haben, liegt daran, dass Dillmann auf die Einbindung von menschlichen Figuren verzichtet. An denen mangelt es auf den Darstellungen des gebürtigen Kubaners Gustavo Diaz Sosa keineswegs, ganz im Gegenteil finden sich hier Schlangen von kleinen Menschlein, die sich vor und in monumentalen Gebäuden tummeln – kafkaeske Szenerien äußerst unbehaglicher Natur. Einen sehr eigenwilligen Stil hat auch Hanna Nitsch, die gern die eigenen Kinder malt, sehr eindringlich, aber garantiert ohne jede Lieblichkeit im klassischen Sinn.

Klarer Fall also: Bei einem Besuch sollte man Zeit mitbringen. Und kann sich schon mal notieren, welche Einzelausstellung künftig besonders interessant sein mag.

Von Jörg Worat

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