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Kultur Große Bandbreite bei Ostertanztagen in Hannover
Weltgeschehen Kultur Große Bandbreite bei Ostertanztagen in Hannover
16:21 10.03.2017
Hannover

Höchst begehrt sind bereits jetzt Tickets für das Gastspiel der „São Paulo Dance Company“ zum Auftakt des Festivals. „Wir wollen eine möglichst große Bandbreite zeigen“, sagt Hannovers Ballettdirektor Jörg Mannes. „Die brasilianische Gruppe steht vor allem für Dynamik und Eleganz. Die drei Stücke des Abends stammen ebenso von etablierten wie von unbekannteren Choreographen.“

Eine andere Stilistik steht zu erwarten, wenn am 13. April das internationale Ensemble „Dorky Park“ mit „Megalopolis“ auftritt. Der Name dieser Choreographie von Constanza Macras ist Programm, insofern verwundert es nicht, wenn Mannes verrät: „Dieses Stück wollten wir schon früher nach Hannover holen. Das hat bislang nicht geklappt, weil die Zeit für den aufwändigen Aufbau nie zur Verfügung stand.“ Das megalomane Großstadtleben wird hier laut Mannes gespiegelt „durch Tanztheater. Natürlich gibt es Tanz, aber auch Gesang, Text und manchmal fast so etwas wie Showelemente. Ein völlig verrücktes Panoptikum.“

Zwei Tage später ist „Opus 14“ von Kader Attou angesagt – der Franzose gründete seine Compagnie „Accrorap“ im zarten Alter von 15 Jahren. Hier gibt der Name der Gruppe schon gewisse Hinweise: „HipHop spielte im zeitgenössischen Tanz zuletzt eine immer größere Rolle“, erläutert Mannes. „Bei ,Accrorap’ geht es vor allem um eine Weiterentwicklung dieser Bewegungsformen, nicht um die Bewahrung von HipHop-Traditionen. Die Akteure treten also nicht etwa in Battles gegeneinander an.“ Da die Zahl der besagten Akteure 16 beträgt, dürfte auf der Opernhaus-Bühne eine ganze Menge los sein.

Das Rahmenprogramm bei den „Oster-Tanz-Tagen“ ist üblicherweise ebenfalls nicht ohne. Auch an den Nachwuchs wird dabei gedacht: Am 17. April ist im Kleinen Ballettsaal mit „Socke!“ ein Tanzspiel für Kinder von 3 bis 5 Jahren angesetzt. Und am 14. April liest Cássia Lopes vom hannoverschen Ensemble im Marschner-Saal des Opernhauses aus ihrem nicht nur durch seine Ehrlichkeit beeindruckenden Buch „Tanz Körper Seele“. Die Pianistin Maewen Forest und die Band Rootation sorgen dafür, dass der Abend mehr als das gesprochene Wort bietet. Auch bei dieser Veranstaltung werden die Karten schon knapp.

Von Jörg Worat