Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Kultur In der neuen Spielzeit unter neuem Chef lacht des Briten Herz
Weltgeschehen Kultur In der neuen Spielzeit unter neuem Chef lacht des Briten Herz
11:40 13.05.2014
Andrew - Manze
Hannover

Auf Norwegen folgt also England, und gleich zu Beginn der Spielzeit im Ring A lacht des Briten Herz, denn angesichts der Feierlichkeiten zur Personalunion kann Manze in die Vollen gehen. Am 13. September stehen unter anderem Händel, Holst, Elgar und der vom Dirigenten besonders geschätzte Vaughan Williams auf dem Programm. Zu den Interpreten gehören Arabella Steinbacher an der Violine, Countertenor Bejun Mehta und drei Chöre. Da es so im Sendesaal eng werden würde, verlässt man das angestammte Haus und konzertiert im Kuppelsaal.

„Das Programm dieser Saison soll besonders breitgefächert sein, um verschiedene Stilrichtungen miteinander auszuprobieren“, sagt Manze. „Manches kennt das Orchester noch nicht, zum Beispiel Carl Nielsen.“ Dessen 2. Symphonie ist am 13. und 14. November angesagt, zusammen mit „Don Juan“ von Richard Strauss und dem Sibelius-Violinkonzert, für das Geigenstar Frank Peter Zimmermann als Solist eingeladen wurde. Wenn wir schon von Stars sprechen: Der Cellist Daniel Müller-Schott hat zuletzt ebenfalls für viel Furore gesorgt – ob zu Recht, kann man am 22. und 23. Januar 2015 überprüfen, wenn er Dvoráks 2. Cellokonzert spielen wird. Außerdem sind wieder Vaughan Williams und Sibelius vertreten.

Isabelle van Keulen kennt man eher als Violinistin, am 12. und 13. März 2015 wird sie an der Bratsche zu erleben sein, und zwar mit dem Violakonzert des Engländers William Walton. Für das Kontrastprogramm sorgen russische Komponisten in Gestalt von Tschaikowsky („Der Sturm“) und Schostakowitsch (9. Symphonie). Gastdirigentin ist Keri-Lynn Wilson.

Durch die Bank persönlich am Pult steht Andrew Manze bei den vier Konzerten des Rings C, was traditionell als Anfangsbuchstabe von „Chef-sache“ gedeutet wird. Am 25. September stehen jeweils die 1. Symphonie von Beethoven und Brahms auf dem Programm, der Dirigent macht aber mit Detlev Glanerts Komposition „Fluss ohne Ufer“ auch deutlich, dass er als ausgewiesener Spezialist für Alte Musik neueren Klängen keineswegs abgeneigt ist. Am 20. November spielt der beliebte, aber nicht unumstrittene Geiger Daniel Hope Werke von Korngold und Weill, am 8. Januar ist Tenor Ian Bostridge zu Gast. Am 16. April schließt der Ring C mit der interessanten Kombination aus der Sinfonia concertante für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Orchester von Mozart und Beethovens „Eroica“.

Abos kann man über den NDR-Ticketshop unter ☏ (0511) 27789899 bestellen, der Einzelkartenverkauf beginnt am 18. August. Nähere Infos unter www.ndr.de/orchester_chor/radiophilharmonie.

Von Jörg Worat