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Kultur Schwerpunkt im Bereich Fotografie
Weltgeschehen Kultur Schwerpunkt im Bereich Fotografie
16:23 31.01.2014
„Die Maske“ von Leonore Mau ist eines der Werke, die im Rahmen zahlreicher Ausstellungen zu sehen sein werden.
Hamburg

Hochkarätige Ausstellungen sind 2014 in Hamburg zu erleben. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Fotografie. Dieses Medium ist seit jeher in den Deichtorhallen reichhaltig vertreten, wo vom 7. Februar bis 23. März das zehn-jährige Jubiläum des Ausstellungsprojekts „gute aussichten – junge deutsche fotografie“ gefeiert wird. Eine Fachjury hat aus 100 Einsendungen neun Preisträger erkoren, deren Arbeiten eine große Bandbreite zwischen konkret und abstrakt, klar und bizarr, zart und hart abdecken. Parallel würdigen die Deichtorhallen die Fotografin Leonore Mau (1916-2013), deren Thema die afroamerikanischen Religionen waren – Bilder, auf denen Masken oder spirituelle Zeremonien eine große Rolle spielen. Mau hat Berühmtheiten wie den Maler Oskar Kokoschka oder die Dichterin Ingeborg Bachmann abgelichtet.

Im Museum für Kunst und Gewerbe sind vom 28. Februar bis zum 28. Juni „Neue Frauen“ zu sehen, Fotografien zum Wandel des Frauenbildes in den 1920er Jahren. Passenderweise wird zugleich der „Mythos Chanel“ beleuchtet – diese Ausstellung endet am 18. Mai. Dabei stehen Kleidungsstücke und Modeschmuckobjekte nach Entwürfen von Coco Chanel diversen Adaptionen gegenüber, und auch das Schaffen von Karl Lagerfeld soll angemessen gewürdigt werden.

Das Bucerius Kunst Forum zeigt die ganz spektakulären Kaliber. Ab heute bis zum 11. Mai beweist die Ausstellung „Mondrian. Farbe“, dass Piet Mondrians Werke keineswegs immer nur die berühmten Rechtecke in den Primärfarben zeigen – der Künstler konnte etwa durchaus auch figürlich-gegenständlich malen. Anschließend steht vom 29. Mai bis zum 7. September der wohl umstrittenste Großmeister des deutschen Expressionismus im Mittelpunkt: Zu sehen sind druckgraphische Werke von Ernst Ludwig Kirchner aus den Beständen des Berliner Brücke-Museums. Dann folgt die Rolle rückwärts: In „Pompeji. Götter, Mythen, Menschen“ (27. September bis 11. Januar 2015) geht es um die Entwicklung der pompejanischen Wandmalerei von ihren Anfängen bis zum Untergang der Stadt nach dem verheerende Vesuv-Ausbruch im Jahr 79.

Von Jörg Worat