Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Kultur Sieben Tage «Rafiki» in Kenia
Weltgeschehen Kultur Sieben Tage «Rafiki» in Kenia
17:01 21.09.2018
Wanuri Kahiu (l), Regisseurin aus Kenia, und die Schauspielerinnen Samantha Mugatsia (M) und Sheila Munyiva (r) stellten ihren Film «Rafiki» dieses Jahr bei den Internationalen Filmfestspiele von Cannes vor. Foto: Arthur Mola Quelle: Arthur Mola
Nairobi

Nairobi (dpa) - Ein Gericht in Kenia hat das Verbot eines Films, der von einer lesbischen Liebesgeschichte handelt, vorläufig aufgehoben.

Das Gericht in Nairobi habe entschieden, dass der Film «Rafiki» sieben Tage lang gezeigt werden dürfe, sagte Sofia Leteipan, die Anwältin der Regisseurin Wanuri Kahiu, der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. «Das ist ein Sieg für uns», freute sie sich.

«Rafiki», der beim Filmfestival in Cannes im Mai Premiere feierte, wurde im April in Kenia von der Filmklassifizierungsbehörde verboten. Der Film versuche, «Homosexualität zu legitimieren und normalisieren», hatte der Leiter Ezekial Mutua die Entscheidung begründet. «Wir können keinen Film erlauben, der den Anschein erweckt, dass Homosexualität in Kenia akzeptabel ist.» In Kenia - wie in vielen afrikanischen Ländern - ist Homosexualität verboten.

Nach dem Gerichtsbeschluss twitterte die Regisseurin Kahiu: «Große Freude! Unsere Verfassung ist stark! Dank sei der Meinungsfreiheit!!!!!» Ein Grund für die Klage war, dass ein Film nur bei den Academy Awards zulässig ist, wenn er mindestens sieben Tage in einem heimischen Kino gezeigt wurde, wie Leteipan erklärte. Man hoffe auf eine Nominierung in der Kategorie bester fremdsprachiger Film im kommenden Jahr. Allerdings wolle man ein komplettes Aufheben des Verbots erzielen, in November sei der nächste Gerichtstermin.

«Rafiki», Swahili für «Freund», ist laut Kahiu der erste kenianische Spielfilm, der bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes in der renommierten Nebenreihe «Un Certain Regard» eingeladen wurde. Er handelt von zwei Freundinnen in Nairobi, die sich ineinander verlieben und sich zwischen ihrem Glück und ihrer Sicherheit entscheiden müssen.

Gezeigt werden zum einen Objekte und Kunstwerke wie Schmuck oder Teppiche, welche die kulturellen Traditionen veranschaulichen, zum anderen - fotografisch festgehalten - Blick der Europäer auf Afghanistan.

21.09.2018

Das Projekt DAU mit dem Bau einer Mauer mitten in Berlin hat von Anfang an die Geister geschieden. Jetzt steht es vor dem Aus. Das dürfte erst recht für Diskussionen sorgen.

21.09.2018

Der Markt für muslimische Mode wächst, die Welt wird langsam auf den Modetrend aufmerksam - jetzt auch das erste große Museum: mit «Contemporary Muslim Fashions» betritt das de Young in San Francisco Neuland. 2019 kommt die Ausstellung nach Deutschland.

21.09.2018