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Kultur „Inszenierung“ für Auge und Ohr
Weltgeschehen Kultur „Inszenierung“ für Auge und Ohr
21:40 03.02.2019
Toni Di Napoli (links) und Pietro Pato im Stadthaus Bergen. Quelle: Doris Hennies
Bergen

Die Zuschauer im gut gefüllten Stadthaus bekamen einen breitgemixten gesanglichen Cocktail aus Klassik und Filmmusik samt etlichen Welthits aus Pop und Schlager zu hören – optisch aufbereitet von Einspielungen per Video auf einer Leinwand.

Voller Pathos stürzten sich die beiden Tenöre dann auch hinein in ihr Programm: „The Prayer“, in seiner bekanntesten Version von Céline Dion und Andrea Bocelli gesungen, illustriert von Ausschnitten einer Bibel-Verfilmung. Ähnlich ergreifend schlossen sich später „Unchained Melody“ aus dem Film „Ghost“ oder „My Heart Will Go On“, Filmmusik aus „Titanic“, an. Die Auftritte der durchaus charmanten, ja galanten beiden Herren zeichneten sich allgemein durch bühnenreife Dramatik aus. Di Napoli und Pato wussten sich für jeden einzelnen Song in Szene zu setzen – ja sich selbst zu inszenieren. Ein bisschen Drama, eine Prise männliche Diva zu viel. Das sicherte unzweifelhaft die Bewunderung des Publikums, erschwerte allerdings die Tuchfühlung zu den Zuhörern. Die Animation zum Mitmachen – etwa zur Version des Beatles-Hits „Let It Be“ – ging zunächst nur sehr bemüht von der einen Seite und schleppend von der anderen Seite an.

Musikalische Reise durch Genres

Mit so beliebten und bekannten Liedern wie „Volare“, „Que será“ und „Buona Sera, Signorina“ wehte südländisches Temperament in den Saal und wärmte die zurückhaltende Atmosphäre kontinuierlich auf. Die musikalische Reise durch die Genres nahm Fahrt auf und sorgte bei Musicalfans mit „Memories“ aus „Cats“ oder „Das Phantom der Oper“ für echte Begeisterungsstürme. Ganz ohne Klassik mussten die Zuhörer dann auch nicht bleiben: Mit „Nessun Dorma“ aus „Turandot“ von Puccini bewies Toni Di Napoli sein Können – und in den leiseren, innigeren Parts auch seine volle, sanfte Klangfarbe. Das ging leider an den stimmgewaltigen, kraftvollen Stellen von beiden Tenören stark verloren – durch eine hart ausgesteuerte Akustik. Die Songs „erschallten“ einfach zu scharfkantig und laut, wenn die beiden Herrn richtig zur Sache gingen.

Dennoch war es – alles in allem – ein durchaus gelungenes, hörenswertes Konzert, das mit lang anhaltendem Beifall und einer schwungvollen, begeistert mitgesungenen Zugabe von „Marina“ endete.

Von Doris Hennies

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