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Kultur Standing Ovations für „Big Chris Barber Band“ im Großen Sendesaal des NDR in Hannover
Weltgeschehen Kultur Standing Ovations für „Big Chris Barber Band“ im Großen Sendesaal des NDR in Hannover
20:23 06.05.2018
Der britische Jazzposaunist Chris Barbar spielte mit seiner Band Jazz-Evergreens und Dixieland-Klassikerim Großen Sendesaal des NDR. Quelle: Veranstalter
Hannover

Der Abend endete, dies vorweg, mit stehenden Ovationen, und die erfolgten keineswegs nur aus höflichem Respekt vor dem Lebenswerk Chris Barbers. Denn mag der legendäre Posaunist auch vor zwei Wochen seinen 88. Geburtstag gefeiert haben – bequem macht er es sich deswegen noch lange nicht.

Im Laufe der zweieinhalb Stunden zeigte Barber eine Menge saubere Gesangseinlagen und beteiligte sich munter am Reigen der zahlreichen Instrumentalsoli. Klar, dass er dabei keine Geschwindigkeitsrekorde aufstellte, aber das muss ja auch gar nicht sein: Abgeklärtheit ist eine große Qualität, und fast jeder Ton saß genau da, wo er hingehörte. Etwas heikel fielen höchstens die teils sehr ausführlichen Ansagen aus, die Barber überwiegend auf Deutsch absolvierte und die nur bruchstückhaft verständlich waren.

Musikalisch gab‘s einen Querschnitt durch den Traditional Jazz, mal mit bluesigem Einschlag, mal mit leichtem Gospel-Touch. Im Angebot waren unter anderem die „Bourbon Street Parade“, Duke Ellingtons „Rockin‘ In Rhythm“, „Goin‘ Home“ oder „Cornbread, Peas & Black Molasses“, und bei dem durchaus geschmackssicher dargebotenen Miles-Davis-Titel „All Blues“ wagte man sich auch mal ein wenig in Richtung Moderne. Die ganz sicheren Bringer „When The Saints Go Marching In“ und – gleichsam Barbers „Erkennungsmelodie“ – „Ice Cream“ gab‘s dann am Schluss.

Die neunköpfige Band bestach vor allem durch Kompetenz und Ausgewogenheit. Einen ganz großen Überflieger gibt es hier nicht, und diese Musik würde auch keinen vertragen. Zwar funkelten Bert Brandsmas Klarinettensoli öfter mal recht kräftig, und die beiden Trompeter Peter Rudeforth und Mike Henry setzten das eine oder andere Ausrufezeichen, doch war das unspektakuläre, mit kleinen Raffinessen versehene Spiel von Drummer John Watson nicht minder wichtig für die Balance des Programms – es sei ihm von Herzen gegönnt, dass er bei seinem Solo gegen Ende zeigen durfte, was er so alles drauf hat.

Kleine choreographische Einlagen lockerten den Abend auf, und am Ende dürften die Besucher mit der Gewissheit von dannen gezogen sein, genau das bekommen zu haben, was sie erwartet hatten. Und nach Abschiedstournee sah dieser Auftritt kein bisschen aus ...

Von Jörg Worat

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